Deutsche Tageszeitung - Becker: Stand kurz davor, Sinners Coach zu werden

Becker: Stand kurz davor, Sinners Coach zu werden


Becker: Stand kurz davor, Sinners Coach zu werden
Becker: Stand kurz davor, Sinners Coach zu werden / Foto: © SID

Deutschlands Tennisidol Boris Becker ist ein großer Fan von Jannik Sinner - und beinahe wäre er auch der Coach des Italieners geworden, der sich seit zwei Jahren die großen Titel mit dem Spanier Carlos Alcaraz aufteilt. Das räumte Becker im Interview mit der Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera ein: "Ich dachte, das sei ein Geheimnis. Ich habe nie darüber gesprochen. Aber ja, es stimmt."

Textgröße ändern:

Die Zusammenarbeit Anfang 2022 - damals war Sinner noch ein aufstrebendes Talent - sei letztlich nicht zustande gekommen, weil Becker in London wegen Insolvenzvergehen vor einer Haftstrafe stand, die er im April desselben Jahres antreten musste. "Ich sagte zu Jannik: 'Ich weiß nicht, wie das ausgehen wird, also kann ich mich nicht festlegen.' Aber ich wollte ihn nicht ohne Unterstützung dastehen lassen, also nannte ich ihm ein paar Namen von Trainern - einer davon war Darren Cahill. Für mich der Beste", erklärte Becker. Unter dem Australier Cahill gewann Sinner seitdem vier Grand-Slam-Titel und stand an der Spitze der Weltrangliste.

"Ich war überzeugt, dass Jannik Sinner der Beste werden kann", erklärte Becker, der von 2013 bis 2016 als Trainer an großen Erfolgen von Novak Djokovic beteiligt war: "Damals musste er noch am Aufschlag und an der Beinarbeit arbeiten, aber im Kopf war er schon außergewöhnlich."

Beckers Tätigkeitsfelder haben sich nach seiner Haftentlassung im Dezember 2022 etwas verlagert, er lebt nun mit seiner dritten Ehefrau Lilian in Mailand, das Paar erwartet ein Kind, dazu ist er als TV-Experte und Podcaster tätig. Ein Trainer-Comeback scheint kaum vorstellbar derzeit. "Heute befinde ich mich in einer anderen Lebensphase: Die Familie wächst, ich habe ein neues Business aufgebaut. Ich möchte nicht mehr so viel unterwegs sein, und vielleicht wird mir die Rolle des Coaches allmählich zu eng", erklärte Becker.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Später Jubel: DFB-Junioren ziehen bei U19-EM ins Finale ein

Die deutschen U19-Fußballer haben das Finale der EM in Wales erreicht - und stehen vor der größtmöglichen Aufgabe. Im Halbfinale in Wrexham gewann das Team von Trainer Christian Wörns dank eines späten Treffers 2:1 (1:1) gegen die Ukraine und darf nun vom dritten Titel nach 2008 und 2014 träumen. Im bevorstehenden Prestigeduell gegen Spanien muss sich der DFB-Nachwuchs dennoch steigern - im Vorrundenduell hatte sich der Finalgegner klar mit 4:0 (2:0) durchgesetzt.

Nur elf Minuten? Auch Bieber bei Halbzeitshow im WM-Finale

Erst Madonna und Shakira, jetzt auch noch Justin Bieber: Das Line-up für die erste Halbzeitshow in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften beim Finale in New Jersey wird immer prominenter. Der Weltverband FIFA stellte am Mittwoch den kanadischen Popstar als weiteren Protagonisten vor.

Sieg gegen Angstgegner Fritz: Zverev im Wimbledon-Halbfinale

Alexander Zverev hat seinen körperlich angeschlagenen Angstgegner Taylor Fritz bezwungen und erstmals das Halbfinale von Wimbledon erreicht. Der French-Open-Sieger setzte sich am Mittwoch in der Runde der letzten acht 6:4, 6:4, 6:2 gegen den mit Knieproblemen kämpfenden US-Amerikaner durch, es war sein erster Sieg nach zuvor sieben Niederlagen in Serie gegen ihn.

Nur Kooij zu stark: Kanter spurtet überraschend auf Rang zwei

Max Kanter trat mit voller Kraft in die Pedale und musste sich am Ende nur dem überragenden Olav Kooij geschlagen geben. Der 28-Jährige vom Team XDS Astana hat beim ersten Massenspurt-Spektakel der Tour de France einen Premierensieg nur knapp verpasst. Kooij (Decathlon–CMA CGM) triumphierte beim Highspeed-Finale in Pau vor dem Cottbuser und Tim Merlier aus Belgien.

Textgröße ändern: