Deutsche Tageszeitung - BVB gibt beim HSV Sieg aus der Hand

BVB gibt beim HSV Sieg aus der Hand


BVB gibt beim HSV Sieg aus der Hand
BVB gibt beim HSV Sieg aus der Hand / Foto: © SID

Später Ausgleich sorgt für BVB-Frust: Borussia Dortmund hat zum Abschluss intensiver Wochen den angepeilten Auswärtsdreier verpasst. Das Team von Trainer Niko Kovac kam am Samstag mit letzter Puste beim Aufsteiger Hamburger SV nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und verpasste es, den Abstand zu Spitzenreiter Bayern München spürbar zu verringern.

Textgröße ändern:

Der BVB, der am Mittwoch in der Champions League eine schmerzliche 1:4-Niederlage bei Manchester City kassiert hatte, brachte den greifbaren siebten Saisonsieg nicht über die Zeit und ärgerte sich enorm über die verpasste Chance. Carney Chukwuemeka (64.) hatte die Führung erzielt. Der HSV um Coach Merlin Polzin, dem spät durch Ransford-Yeboah Königsdörffer (90.+7) der Ausgleich gelang, punktete dagegen nach zuvor drei Niederlagen in der Liga wieder und ist auf Kurs.

Kovac wusste bestens, was ihn und sein Team im Volksparkstadion erwartet. Von 1999 bis 2001 spielte der Kroate einst für die "Rothosen" und zählt zu den Helden des legendären 4:4 gegen Juventus Turin in der Champions League. "Der HSV ist in der Liga angekommen", sagte er vor der Partie: "Uns erwartet ein heißer Tanz."

Vor 57.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena ging es - wie von Kovac erwartet - von Beginn an zur Sache. Vor allem dank des BVB, der rund acht Jahre nicht mehr zum HSV gereist war und zunächst dominant aufspielte. Das Auswärtsteam, auf vier Positionen verändert und unter anderem mit Kapitän Emre Can und Youngster Jobe Bellingham in der Startelf, drückte die Gastgeber tief in die eigene Hälfte. Die erste gefährliche Situation bereinigte HSV-Defensivmann Jordan Torunarigha (5.).

Für die Schwarz-Gelben war es der sechste Auswärts-Auftritt binnen 22 Tagen - und nach dem durchaus starken Auftakt in Hamburg verlor das BVB-Spiel im ersten Durchgang spürbar an Tempo. Der HSV schwamm sich mehr und mehr frei, war nun in den Zweikämpfen präsenter und suchte hin und wieder eigene Abschlüsse, zunächst aber noch ohne Gefahr für Gregor Kobel im BVB-Tor. Das sollte sich mit einem Kopfball des emsigen Nicolas Capaldo an die Latte ändern (39.).

Die zweite Hälfte begann schmerzhaft für Nationalspieler Nico Schlotterbeck, der nach einem gelbwürdigen Foul von Torunarigha behandelt werden musste, aber weitermachen konnte. Sein Team suchte dann nach der Lücke und fand sie nach einer Ecke. Mit der Führung versuchten die recht minimalistisch agierenden Dortmunder, die Hanseaten vom eigenen Tor wegzuhalten. Der HSV brachte dagegen unter anderem Torjäger Robert Glatzel und kämpfte unverdrossen um den Ausgleich.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Test bestanden: Schröder und Co. holen Supercup

Harter Fight, verdienter Sieg: Deutschlands Basketball-Stars um Dennis Schröder haben den Supercup in Hamburg gewonnen und damit Schwung für die anstehende WM-Qualifikation aufgenommen. Trotz einiger prominenter Ausfälle setzte sich der Welt- und Europameister in einem intensiven Finale gegen Kroatien mit 96:87 (50:39) durch, Oscar Da Silva war dabei mit 22 Punkten erfolgreichster Werfer der DBB-Auswahl.

Bayerns Titeljäger gewinnen den Supercup

Mit voller Starpower hat sich der unersättliche Doublegewinner Bayern München auch den ersten Titel der Saison gesichert. Gegen den ewigen Herausforderer Borussia Dortmund setzten die Bayern beim 2:1 (2:0) gleich ein Zeichen und schnappten sich den nach Franz Beckenbauer benannten Supercup.

Demichelis feiert erfolgreiches RB-Debüt

Lockerer Aufgalopp zum Auftakt: Martin Demichelis hat ein erfolgreiches Pflichtspieldebüt als Trainer von RB Leipzig gefeiert. Der Fußball-Bundesligist gewann in der ersten Runde des DFB-Pokals 6:0 (3:0) beim Regionalligisten Eintracht Trier. Zum Ligastart in einer Woche treffen die Sachsen auf Borussia Mönchengladbach.

Berlin chancenlos: Magdeburg gewinnt Supercup

Der SC Magdeburg hat den Supercup-Hattrick der Füchse Berlin eindrucksvoll verhindert und erstmals unter Erfolgstrainer Bennet Wiegert den Titel geholt. Der deutsche Handball-Meister gewann das Duell mit dem Pokalsieger, der zuletzt zweimal in Folge beim Saisonauftakt triumphiert hatte, völlig ungefährdet mit 38:31 (20:15) und legte fünf Tage vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison den Grundstein für eine erneut erfolgreiche Spielzeit.

Textgröße ändern: