Deutsche Tageszeitung - BJKC: DTB-Frauen steigen erstmals seit 2012 ab

BJKC: DTB-Frauen steigen erstmals seit 2012 ab


BJKC: DTB-Frauen steigen erstmals seit 2012 ab
BJKC: DTB-Frauen steigen erstmals seit 2012 ab / Foto: © IMAGO/SID

Die deutschen Tennis-Frauen sind erstmals seit 2012 wieder aus der Weltgruppe des Billie Jean King Cups abgestiegen. Im entscheidenden zweiten Play-off-Duell mit Belgien verlor auch Ella Seidel beim 0:6, 4:6 gegen Hanne Vandewinkel ihr Einzel, dem großen Druck konnte sie bei ihrem ersten Nationenturnier nicht standhalten. Nach der Auftaktniederlage von Anna-Lena Friedsam war die stark ersatzgeschwächte Auswahl des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) bereits zum Siegen verdammt gewesen - mit dem 0:2-Rückstand steht der Gang in die Zweitklassigkeit nun schon vor Ende des Abschlusstages fest.

Textgröße ändern:

Friedsam hatte am Sonntagnachmittag gegen Jeline Vandromme 6:7 (0:7), 6:2, 3:6 verloren, nur ein Sieg Seidels hätte die Entscheidung um den Klassenerhalt noch um wenige Stunden verzögert. Der Gruppensieg geht somit an Belgien, die damit im kommenden Jahr in den Qualifiers um den Einzug in die Endrunde des Prestigeturniers spielen. Die deutsche Mannschaft muss sich dagegen über die Regionalgruppe wieder in die Riege der Spitzennationen zurückkämpfen.

Der erste Rückschlag ereilte die deutschen Frauen am Sonntag bereits vor dem ersten Auftritt auf dem Court: Die deutsche Nummer eins Eva Lys konnte aufgrund einer Oberschenkelverletzung nicht antreten – nach den kurzfristigen Ausfällen von Tatjana Maria und Laura Siegemund vor dem Turnierstart fehlten der Mannschaft des DTB dadurch alle Top-50-Spielerinnen. Ihr Spiel am Freitag hatte Lys überraschend deutlich verloren.

Vor den 1415 Zuschauern im ausverkauften Ismaninger Tennisclub kassierte Friedsam schnell das erste Break, kämpfte sich mit dem unermüdlichen Support des Heimpublikums aber sogleich wieder in die Partie zurück. Gegen ihre 13 Jahre jüngere Gegnerin musste Friedsam jedoch fortwährend hart arbeiten – auf starke Schläge folgten immer wieder vermeidbare Fehler, mit ihrem eigenen Aufschlagspiel hatte die 31-Jährige große Probleme. Die erst 20-jährige Seidel war dann der großen Drucksituation im ersten Satz nicht gewachsen. Trotz klarer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang reichte es nicht für den nötigen Sieg.

Bereits am Samstag hatte die DTB-Auswahl hauchdünn vor dem Aus gestanden, der knappe 2:1-Sieg der Belgierinnen über die Türkei vertagte allerdings die Vorentscheidung.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Medien: Adeyemi will Wechsel nach Barcelona

Fußball-Nationalspieler Karim Adeyemi strebt einen Wechsel von Borussia Dortmund zum spanischen Meister FC Barcelona an. Medienberichten (unter anderem Sky, Marca) zufolge hat der 24-Jährige eine mündliche Einigung mit den Katalanen erzielt, bei denen er auf den ehemaligen Bundestrainer Hansi Flick treffen würde. Nach SID-Informationen ist eine Einigung zwischen den Vereinen allerdings noch weit entfernt.

Schiri-Boss Collina weist Kritik aus Ägypten zurück

FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die aus Ägypten geäußerte Vermutung einer Bevorteilung von Lionel Messi bei der WM scharf zurückgewiesen. "Unbegründete Anschuldigungen haben in unserem Sport keinen Platz", wird der Italiener auf der Homepage des Weltverbandes zitiert, ohne einen konkreten Fall zu nennen. Collina fügte aber vielsagend an: "Niemand kann behaupten, dass Schiedsrichterentscheidungen von irgendjemandem beeinflusst werden können, nicht einmal vom FIFA-Präsidenten."

Debüt naht: Segner erstmals auf der Bank der All Blacks

Das Debüt von Rugby-Profi Anton Segner für die neuseeländische Nationalmannschaft steht unmittelbar bevor. Wie die All Blacks in der Nacht auf Donnerstag bekanntgaben, wird der 24-Jährige im Spiel der Nations Championships gegen Italien am Samstag erstmals auf der Bank sitzen.

Wieder kein Deutscher am Sachsenring: "Nicht zufriedenstellend"

Auch in diesem Jahr können die vielen Fans beim Großen Preis von Deutschland am Sachsenring keinem deutschen Rennfahrer zujubeln, die Flaute soll kein Dauerzustand werden. "Deutschland braucht wieder Teilnehmer in der Motorrad-WM, das steht außer Frage", sagte ADAC-Sportpräsident Gerd Ennser auf SID-Anfrage: "Die aktuelle Situation ohne nationale Fahrer in den WM-Klassen ist nicht zufriedenstellend."

Textgröße ändern: