Deutsche Tageszeitung - Struff verliert Auftakt: Davis-Cup-Team braucht Comeback

Struff verliert Auftakt: Davis-Cup-Team braucht Comeback


Struff verliert Auftakt: Davis-Cup-Team braucht Comeback
Struff verliert Auftakt: Davis-Cup-Team braucht Comeback / Foto: © SID

Das deutsche Tennis-Team muss beim Davis Cup in Bologna um den Einzug ins Endspiel bangen. Jan-Lennard Struff verlor sein Einzel gegen Pablo Carreno Busta im Halbfinal-Duell mit Spanien 4:6, 6:7 (6:8), die DTB-Auswahl von Bundestrainer Michael Kohlmann steht damit unter Druck. Topstar Alexander Zverev muss nun sein Einzel gegen Jaume Munar am Samstagnachmittag gewinnen, um die Chance auf den ersten Finaleinzug bei dem traditionsreichen Nationenturnier seit dem Titelgewinn 1993 zu wahren.

Textgröße ändern:

Das DTB-Team, das sich im Viertelfinale dramatisch gegen Argentinien (2:1) durchgesetzt hatte, jagt in Norditalien den ersten Davis-Cup-Triumph seit 32 Jahren. Mit dem Weltranglistendritten Zverev an der Spitze gelten die Deutschen als Mitfavorit - brauchen nun aber gegen die Spanier, die auf den verletzten Topstar Carlos Alcaraz verzichten müssen, wie am Donnerstag ein Comeback. In einem möglichen Finale am Sonntag (15.00 Uhr/Tennis Channel und tennis.de) würde Gastgeber Italien auf die deutsche Auswahl warten. Zverev, der gegen Munar eine Bilanz von 1:1 aufweist, steht erstmals seit Februar 2023 wieder im DTB-Aufgebot.

Schon gegen Argentinien hatte Struff sein Auftakt-Einzel verloren, in der "SuperTennis Arena" in der Messehalle 37 des BolognaFiere kam der 35-Jährige gegen Carreno Busta eigentlich gut ins Spiel. Ein frühes Break gab Struff jedoch direkt wieder her, beim Stand von 4:5 wackelte der Warsteiner plötzlich beim eigenen Service und gab den ersten Satz ab. Es entwickelte sich ein ausgeglichener zweiter Durchgang. Struff wehrte beim Stand von 4:5 drei Matchbälle ab, vergab dann im Tiebreak jedoch fünf Satzbälle in Folge - und ging als Verlierer vom Platz.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Der Traum lebt: Die Schweiz fordert Messis Argentinien

Das Ziel ist ist nach einem Elfmeter-Krimi erreicht, der Traum lebt: Die Fußball-Nationalmannschaft der Schweiz hat sich bei der WM in Nordamerika auch ohne Jungstar Johan Manzambi ins Viertelfinale gekämpft. Die Mannschaft von Trainer Murat Yakin bezwang Kolumbien nach einem intensiven Schlagabtausch in Vancouver bei der ultimativen Entscheidung vom Punkt 4:3 (0:0 n.V) und reist nun weiter nach Kansas City zum Duell mit Titelverteidiger Argentinien und Superstar Lionel Messi (So, 3.00 Uhr MESZ).

Wimbledon: Djokovic macht Halbfinale gegen Sinner perfekt

Das Traum-Halbfinale ist perfekt, der historische 25. Grand-Slam-Sieg möglich: Der siebenmalige Wimbledon-Champion Novak Djokovic duelliert sich im Kampf um das Endspiel mit Titelverteidiger Jannik Sinner. Der serbische Major-Rekordgewinner setzte sich in einem packenden Viertelfinale gegen den Kanadier Félix Auger-Aliassime nach 5:15 Stunden 7:6 (12:10), 3:6, 6:3, 6:7 (4:7), 7:6 (10:4) durch und zog zum achten Mal nacheinander in die Vorschlussrunde beim Rasen-Höhepunkt ein.

IOC: Russische Mannschaftssportler dürfen wieder an Olympia teilnehmen - ohne Flagge

Mehr als vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Kriegs hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) einen Teil der Beschränkungen gegen russische Sportler aufgehoben. Russische Athletinnen und Athleten sollen sich auch in Mannschaftssportarten für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifizieren können, wie das IOC am Dienstag nach einer Vorstandssitzung in Lausanne mitteilte. Die Ukraine kritisierte die Entscheidung als "unbegründet" und "verfrüht".

IOC lässt Russland wieder zu - Ukraine wettert

Das Internationale Olympische Komitee öffnet Athletinnen und Athleten aus Russland den Weg zur Rückkehr in den Weltsport. Am Dienstag gab das IOC nach einer Sitzung der Exekutive bekannt, dass die Sanktionen gegen das Nationale Olympische Komitee Russlands ROC vorläufig aufgehoben und die Empfehlungen an die Fachverbände damit hinfällig sind.

Textgröße ändern: