Deutsche Tageszeitung - "Hoffe, Dortmund ist bereit": DHB-Team heiß auf Hauptrunde

"Hoffe, Dortmund ist bereit": DHB-Team heiß auf Hauptrunde


"Hoffe, Dortmund ist bereit": DHB-Team heiß auf Hauptrunde
"Hoffe, Dortmund ist bereit": DHB-Team heiß auf Hauptrunde / Foto: © IMAGO/Kessler-Sportfotografie/SID

Es war schon spät, als Antje Döll die Stuttgarter Arena mit einem strahlenden Lächeln verließ. Mit drei berauschenden Siegen im Gepäck nahmen die Kapitänin und ihr Team direkt das nächste Ziel bei der Heim-WM in Angriff. "Ich hoffe, Dortmund ist bereit für uns", sagte die Anführerin der deutschen Handballerinnen vor der Bahnfahrt in den Westen - sie und ihre Mitspielerinnen sind es allemal.

Textgröße ändern:

Mit der bislang stärksten Turnierleistung sicherten sich die DHB-Frauen beim überzeugenden 31:20 (17:10) gegen Serbien den Gruppensieg und die maximale Punkteausbeute für die Hauptrunde. In Dortmund soll es nun genauso weiter gehen. "Davon gehe ich schwer aus", so Döll bestens gelaunt.

Die Mission der deutschen Handballerinnen für die nächste Turnierphase? Den Zuschauern genauso viel Freude bereiten wie in Stuttgart, denn das geht in Dortmund laut Döll "dann hoffentlich genauso weiter". Im besten Fall bis ins Viertelfinale und darüber hinaus - Ziel des Verbandes ist schließlich die erste Medaille seit dem WM-Bronze 2007.

Sie sei "glücklich und stolz auf ihre Mannschaft, das haben wir wahnsinnig gut gemacht", erklärte Döll nach dem Abschlussspiel in Stuttgart gegen den bislang härtesten Gegner. Mit einem echten Blitzstart hatten die DHB-Frauen am Sonntagabend "den Grundstein dafür gelegt, um den Serbinnen den Zahn zu ziehen", erklärte Döll: "Die waren dann ja schon sehr entnervt." Vor allem von ihr, schließlich gelangen der 37-Jährigen allein in den ersten zwölf Spielminuten sechs ihrer acht Treffer.

Mit der maximalen Punkteausbeute (4:0) geht das Turnier für die DHB-Frauen jetzt in der Westfalenhalle weiter, im Kampf um das Viertelfinale wartet in der Hauptrunde am Dienstag (20.30 Uhr) zunächst das Team der Färöer. Die weiteren Gegner heißen im Zwei-Tages-Rhythmus Montenegro und Spanien (jeweils 18.00 Uhr/alle Sporteurope.TV). "Dortmund kann Handball", sagte auch Alina Grijseels, die Wahl-Dortmunderin weiß schließlich Bescheid: Etwa 11.000 Fans werden das deutsche Team dann "noch mehr nach vorne pushen", erklärte sie.

Auf der Zugfahrt gen Norden gelte es aber erst einmal, "ein bisschen runterzufahren und zu entspannen", sagte Grijseels: "Bevor es dann wieder volle Pulle weitergeht."

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Snowboarderin Hofmeister verpasst Medaille

Snowboard-Hoffnung Ramona Hofmeister hat bei den Olympischen Spielen von Mailand/Cortina eine Medaille im Parallel-Riesenslalom verpasst. Die 29-Jährige, die nach einer Verletzung erst Anfang Januar ihr Comeback gegeben hatte, schied nach einem Sturz im Viertelfinale gegen die Tschechin Zuzana Maderova aus und verpasste damit ihre zweite Olympia-Medaille. 2018 hatte Hofmeister in Pyeongchang Bronze geholt, vor vier Jahren war sie in Peking auch nicht über das Viertelfinale hinausgekommen.

Gold im Skiathlon: Kläbo startet Rekordjagd nach Maß

Norwegens Skilanglaufstar Johannes Hösflot Kläbo hat seine Rekordjagd bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina mit Gold im Skiathlon eröffnet. Der 29 Jahre alte Rekordweltmeister triumphierte in Lago di Tesero im Skiathlon und holte seinen sechsten Olympiasieg.

Aicher gewinnt erste deutsche Medaille bei Drama um Vonn

Skirennläuferin Emma Aicher hat bei den Olympischen Spielen von Mailand/Cortina die erste Medaille für die deutsche Mannschaft gewonnen. Bei der Abfahrt der Frauen, die von einem schweren Sturz von Lindsey Vonn überschattet wurde, fuhr sie hinter Weltmeisterin Breezy Johnson aus den USA zu Silber, ihr Rückstand betrug nur 0,04 Sekunden. Bronze ging an die Italienerin Sofia Goggia (+0,59 Sekunden), Super-G-Olympiasiegerin von 2018.

Olympia-Traum geplatzt: Vonn stürzt bei Abfahrt

Für Lindsey Vonn ist der Traum von einer Olympia-Medaille nach nur 13 Sekunden geplatzt. Die US-Amerikanerin stürzte bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo am Sonntag an der ersten kritischen Stelle. Vonn, die auf der Olimpia delle Tofane mit einem Kreuzbandriss an den Start gegangen war, schrie und blieb im Schnee liegen. Helfer schnellten herbei, das Rennen wurde zunächst unterbrochen.

Textgröße ändern: