Deutsche Tageszeitung - Laimer ist "gerne Wadlbeißer"

Laimer ist "gerne Wadlbeißer"


Laimer ist "gerne Wadlbeißer"
Laimer ist "gerne Wadlbeißer" / Foto: © SID

Konrad Laimer hat kein Problem mit seinem Image als Fußball-Arbeiter. "Ich will auf dem Platz so unangenehm wie möglich sein und mag es, wenn es zur Sache geht", sagte der österreichische Nationalspieler von Bayern München bei Sports Illustrated Deutschland und betonte: "Zweikämpfe und Intensität waren schon immer wichtige Parameter meines Spiels. Wenn wir am Ende gewinnen, bin ich gerne ein Wadlbeißer."

Textgröße ändern:

Und das tut der deutsche Rekordmeister ja in schöner Regelmäßigkeit - auch dank des umgeschulten Laimer, der eigentlich gelernter Mittelfeldspieler ist. An den Rand gedrängt fühlt er sich nicht. Die Außenverteidigerposition sei "eine der wichtigsten, die es gibt", sagte er, für den Posten des Rechts- oder Linksverteidigers müsse man "viel mitbringen. Du musst viel Einfluss aufs Spiel nehmen, offensiv und defensiv denken, am besten entlang der Seitenlinie überall sein. Das macht die Rolle so komplex."

Eine gewisse Komplexität ist unter Bayern-Coach Vincent Kompany besonders gefragt - Laimer und Co. kommen damit immer besser zurecht. "Wenn man seine Position, das Spielsystem, den Trainer und die Mannschaft über ein Jahr verinnerlicht, wird man in gewissen Abläufen besser", sagte der 28-Jährige: "Wir sind als Team besser geworden, davon profitieren auch die Einzelspieler."

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Medien: Möglicher Infantino-Kontrahent tritt nicht an

Den Gegnern von Gianni Infantino gehen offenbar die Optionen für einen starken Kontrahenten bei der FIFA-Präsidentschaftswahl aus. Wie zunächst der Guardian und später die BBC und ESPN unter Berufung auf eigene Quellen berichteten, will der Kanadier Victor Montagliani für eine weitere vierjährige Amtszeit an der Spitze des Fußballverbandes für Nord- und Mittelamerika und die Karibik (CONCACAF) kandidieren und von einer FIFA-Kandidatur absehen.

Gidsel-Rekord: Füchse feiern zweiten Champions-League-Sieg

Welthandballer Mathias Gidsel hat die Füchse Berlin mit einer überragenden Rekordshow quasi im Alleingang zum nächsten Sieg in der Champions League geworfen. Der furiose Däne steuerte am dritten Spieltag in der Königsklasse fantastische 17 Tore zum 40:32 (20:17)-Erfolg seiner Mannschaft gegen den portugiesischen FC Porto bei, für das Team von Trainer Nicolej Krickau ist es der zweite Sieg im laufenden Wettbewerb.

DESG-Zwist: Erfurter Sportler unterschreiben "unter Protest"

Die Eisschnellläuferinnen und Eisschnellläufer am Bundesstützpunkt Erfurt haben die umstrittene Athletenvereinbarung der Deutschen Eisschnelllauf und Shorttrack Gemeinschaft (DESG) "ausdrücklich unter Protest" unterschrieben. Das Vertrauen in das DESG-Präsidium bleibe ungeachtet dessen "erheblich beschädigt", teilten die Athletinnen und Athleten um Hendrik Dombek und Toptalent Finn Sonnekalb in einer Stellungnahme am Donnerstagabend mit. Um 20 Uhr war die Frist der DESG abgelaufen.

Maradona-Prozess: Anklage fordert bis zu zwölf Jahre Haft

Im Prozess um den Tod von Fußball-Ikone Diego Maradona hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen für mehrere damals beteiligte medizinische Fachkräfte gefordert. Dabei sprach sich die Anklage am Donnerstag im Gericht in San Isidro bei Buenos Aires für Freiheitsstrafen von vier bis zwölf Jahren für sechs der Angeklagten aus. So habe laut Staatsanwaltschaft eine "chaotische Organisation" zu einer "Situation der Vernachlässigung" Maradonas geführt, der "seinem Schicksal überlassen" worden sei.

Textgröße ändern: