Deutsche Tageszeitung - Für Gold-Traum: DHB-Frauen müssen Frankreich-Fluch bannen

Für Gold-Traum: DHB-Frauen müssen Frankreich-Fluch bannen


Für Gold-Traum: DHB-Frauen müssen Frankreich-Fluch bannen
Für Gold-Traum: DHB-Frauen müssen Frankreich-Fluch bannen / Foto: © SID

Revanchegelüste? Markus Gaugisch lachte. Auch mit Frankreich, aber eigentlich mit allen Top-Nationen habe sein Team "eine Rechnung offen", sagte der Bundestrainer von Deutschlands Handballerinnen vor dem Showdown im WM-Halbfinale am Freitag (17.45 Uhr/ARD). Mit den Französinnen verbindet die DHB-Frauen aber zweifelsohne eine bewegte Geschichte - vor allem in der jüngeren Vergangenheit.

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Das Duell mit dem Titelverteidiger in der Ahoy Arena in Rotterdam wird das bereits dritte in diesem Jahr sein. Die Niederlagen in zwei Vorbereitungsspielen in Trier (25:28) und Besançon (29:30) waren noch zu verschmerzen. Weitaus schwerer wiegt das 23:26 im epischen olympischen Viertelfinale 2024, als der deutsche Medaillentraum vor einer Weltrekordkulisse von 26.548 Zuschauern in Lille geplatzt war.

Auf den Tag genau 20 Jahre nach dem bislang letzten Pflichtspielsieg gegen Frankreich brennen Gaugisch und seine Spielerinnen darauf, den Fluch gegen das Weltklasse-Team zu beenden. "Jetzt wollen wir uns auch belohnen", sagte DHB-Coach Gaugisch und versprach: "Wir werden alles auf der Platte lassen."

Gelingt die Überraschung, winken der Mannschaft um Kapitänin Antje Döll mindestens zusätzliche 200.000 Euro Prämie. Über 100.000 Euro durfte sich das Team bereits durch den ersten Sprung in ein WM-Halbfinale seit 18 Jahren freuen. Dass seine Spielerinnen es nach Rotterdam geschafft haben, sei "kein Zufall, sondern wir haben gut gespielt", bekräftigte Gaugisch zuversichtlich. "Wir sind breit aufgestellt, alle sind fit."

Ab jetzt, das machte auch DHB-Sportvorstand Ingo Meckes deutlich, könne das Team nur noch gewinnen. Sogar ein goldenes Weihnachtsmärchen wie vor 32 Jahren beim Wunder von Oslo, dem bislang einzigen WM-Titel, ist möglich. Mindestens aber die erste WM-Medaille seit dem Bronzegewinn 2007 soll es sein. Der erste Pflichtspielsieg gegen Frankreich seit dem Hauptrundenerfolg am 12. Dezember 2005 in St. Petersburg (32:26) würde diese bereits garantieren.

"Vielleicht entsteht etwas ganz, ganz Großes", sagte Meckes und verband dies mit der Hoffnung, dass sich auch kurzentschlossene deutsche Fans noch auf den Weg nach Rotterdam machen. Tickets für die 8500 Zuschauer fassende Ahoy Arena sind noch verfügbar.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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