Deutsche Tageszeitung - Ben Sulayem als FIA-Präsident wiedergewählt

Ben Sulayem als FIA-Präsident wiedergewählt


Ben Sulayem als FIA-Präsident wiedergewählt
Ben Sulayem als FIA-Präsident wiedergewählt / Foto: © SID

Mohammed Ben Sulayem ist mit einer "überwältigenden Mehrheit" erneut zum Präsidenten des Automobil-Weltverbands FIA gewählt worden. Der 64-Jährige hatte bei der Abstimmung am Freitag keinen Gegenkandidaten, Ben Sulayem geht damit in seine zweite vierjährige Amtszeit an der Spitze der FIA - allerdings könnte die Wahl ein juristisches Nachspiel haben.

Textgröße ändern:

Denn ein Pariser Gericht hatte zuletzt entscheiden, dass die Rechtmäßigkeit der Wahl im kommenden Februar gerichtlich überprüft werden soll. Hintergrund ist eine Klage der Schweizerin Laura Villars, eine von zwei potenziellen Gegenkandidatinnen für Ben Sulayem, gegen die gültigen Wahlbestimmungen der FIA.

Villars, die als Kandidatin nicht zugelassen worden war, hatte sogar eine Aussetzung der Präsidentschaftswahlen angestrebt. Dieser Forderung kam das Gericht nicht nach, ordnete aber einen Prozess zur Überprüfung an.

Neben Villars hatte auch der US-Amerikaner Tim Mayer eine Kandidatur angestrebt, scheiterte aber ebenfalls an den formellen Hürden. Für eine gültige Kandidatur musste unter anderem eine Liste der potenziellen Vize-Präsidenten für den Bereich Sport eingereicht werden. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Vize-Ämter müssen jede der sechs FIA-Regionen repräsentieren und zugleich dem Weltrat angehören. Für den Bereich Südamerika gab es allerdings nur eine einzige solche Kandidatin: Fabiana Ecclestone, Ehefrau des ehemaligen Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone - und sie war bereits Mitglied in Ben Sulayems Team.

Dadurch war es niemandem möglich, einen Vize-Präsidenten aus Südamerika zu nominieren, was wiederum eine gültige Kandidatur für die FIA-Präsidentschaft unmöglich machte.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Balogun wirkungslos: Belgien stoppt die USA

Belgien hat völlig unbeeindruckt von der "Causa Balogun" die Soccer-Party der USA gecrasht und den Co-Gastgeber aus dem Turnier geworfen. Angeführt von Doppelpacker Charles De Ketelaere gewannen die eiskalten Roten Teufel das brisante WM-Achtelfinale gegen die USA mit dem vom Weltverband FIFA begnadigten Folarin Balogun mit 4:1 (2:1). Sie treffen nun am Freitag in Los Angeles auf Europameister Spanien.

Ronaldo bestätigt: "Das war meine letzte Weltmeisterschaft"

Portugals Superstar Cristiano Ronaldo wird wohl an keiner weiteren Fußball-WM teilnehmen. Das kündigte der 41-Jährige am Montag (Ortszeit) nach dem Achtelfinal-Aus der Selecao gegen Europameister Spanien (0:1) an. "Es war tatsächlich meine letzte Weltmeisterschaft, ja", sagte Ronaldo: "Was den Rest angeht – ich werde mir Zeit zum Nachdenken nehmen, Zeit mit meiner Familie verbringen, keine überstürzten Entscheidungen treffen und mein Leben weiterleben." Später relativierte Ronaldo ein wenig und sagte: "Höchstwahrscheinlich, ja", sei dies seine letzte WM gewesen.

Viertelfinale im Blick: Zverev von Sperrstunde ausgebremst

Alexander Zverev steht unmittelbar vor dem erstmaligen Einzug in das Viertelfinale von Wimbledon - doch die Entscheidung fällt erst am Dienstag. Wegen der für 23.00 Uhr Ortszeit angesetzten Sperrstunde im Londoner Südwesten wurde das Duell des French-Open-Siegers mit dem Tschechen Jiri Lehecka (Nr. 13) beim Stand von 6:4, 7:5, 3:3 unterbrochen. Bis dahin zeigte Zverev eine hochkonzentrierte Leistung.

WM-Aus gegen Spanien: Ronaldo scheitert mit Portugal

Für Cristiano Ronaldo ist der Traum vom WM-Titel wohl für immer geplatzt. Mit Portugal verlor der Altstar am Montag das offensiv geführte WM-Achtelfinale gegen Europameister Spanien mit 0:1 (0:0) und verpasste einen glorreichen Abschied von der größten Fußballbühne. Für den 41-jährigen Ronaldo dürfte sein 27. WM-Spiel zugleich sein letztes gewesen sein.

Textgröße ändern: