Deutsche Tageszeitung - Slalom in Val d'Isère: Straßer unterliegt seinem "Endgegner"

Slalom in Val d'Isère: Straßer unterliegt seinem "Endgegner"


Slalom in Val d'Isère: Straßer unterliegt seinem "Endgegner"
Slalom in Val d'Isère: Straßer unterliegt seinem "Endgegner" / Foto: © SID

Als der Norweger Timon Haugan beim Weltcup-Slalom in Val d'Isère zum Sieg fuhr, hatte Linus Straßer längst seine Tasche gepackt. Beim Rennen in Hochsavoyen verpasste der 33 Jahre alte Münchner das Finale klar. Nach einem schweren Fehler kurz vor der Ziel, nach dem er sich nur mit Mühe im Kurs halten konnte, kam er er im ersten Lauf lediglich auf Rang 38. Zur Teilnahme am zweiten Durchgang fehlten dem WM-Dritten trotz seiner bemerkenswerten artistischen Einlage 0,53 Sekunden.

Textgröße ändern:

Die tückische Face de Bellevarde sei "einfach wirklich mein Endgegner", sagte Straßer, der am Olympiaberg von 1992 nie mehr als Rang 13 erreicht hat, in der ARD. "Ich hatte vor dem Rennen sehr wenige Erwartungen, aber hohe Motivation. Und mit meinem neuen Material war es ein bisschen ein Hoffnungsschimmer, dass die Face diesmal geschlagen wird. Aber der erste Durchgang geht wieder an die Face", ergänzte er - prophezeite aber schon: Er glaube, dass es sich für den zweiten Lauf "bittererweise sicher nicht ausgehen wird".

Im Finale schob sich Haugan noch vom zweiten auf den ersten Platz und damit vor dem Halbzeit-Führenden Weltmeister Loic Meillard aus der Schweiz (+0,28 Sekunden). Dritter wurde Haugans Landsmann Henrik Kristoffersen (+0,34). Ein deutscher Starter stand nicht im Finale: Sebastian Holzmann und Anton Tremmel schieden im ersten Lauf aus.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Medien: Möglicher Infantino-Kontrahent tritt nicht an

Den Gegnern von Gianni Infantino gehen offenbar die Optionen für einen starken Kontrahenten bei der FIFA-Präsidentschaftswahl aus. Wie zunächst der Guardian und später die BBC und ESPN unter Berufung auf eigene Quellen berichteten, will der Kanadier Victor Montagliani für eine weitere vierjährige Amtszeit an der Spitze des Fußballverbandes für Nord- und Mittelamerika und die Karibik (CONCACAF) kandidieren und von einer FIFA-Kandidatur absehen.

Gidsel-Rekord: Füchse feiern zweiten Champions-League-Sieg

Welthandballer Mathias Gidsel hat die Füchse Berlin mit einer überragenden Rekordshow quasi im Alleingang zum nächsten Sieg in der Champions League geworfen. Der furiose Däne steuerte am dritten Spieltag in der Königsklasse fantastische 17 Tore zum 40:32 (20:17)-Erfolg seiner Mannschaft gegen den portugiesischen FC Porto bei, für das Team von Trainer Nicolej Krickau ist es der zweite Sieg im laufenden Wettbewerb.

DESG-Zwist: Erfurter Sportler unterschreiben "unter Protest"

Die Eisschnellläuferinnen und Eisschnellläufer am Bundesstützpunkt Erfurt haben die umstrittene Athletenvereinbarung der Deutschen Eisschnelllauf und Shorttrack Gemeinschaft (DESG) "ausdrücklich unter Protest" unterschrieben. Das Vertrauen in das DESG-Präsidium bleibe ungeachtet dessen "erheblich beschädigt", teilten die Athletinnen und Athleten um Hendrik Dombek und Toptalent Finn Sonnekalb in einer Stellungnahme am Donnerstagabend mit. Um 20 Uhr war die Frist der DESG abgelaufen.

Maradona-Prozess: Anklage fordert bis zu zwölf Jahre Haft

Im Prozess um den Tod von Fußball-Ikone Diego Maradona hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen für mehrere damals beteiligte medizinische Fachkräfte gefordert. Dabei sprach sich die Anklage am Donnerstag im Gericht in San Isidro bei Buenos Aires für Freiheitsstrafen von vier bis zwölf Jahren für sechs der Angeklagten aus. So habe laut Staatsanwaltschaft eine "chaotische Organisation" zu einer "Situation der Vernachlässigung" Maradonas geführt, der "seinem Schicksal überlassen" worden sei.

Textgröße ändern: