Deutsche Tageszeitung - Platz zehn: Raimunds Podestserie reißt in Klingenthal

Platz zehn: Raimunds Podestserie reißt in Klingenthal


Platz zehn: Raimunds Podestserie reißt in Klingenthal
Platz zehn: Raimunds Podestserie reißt in Klingenthal / Foto: © IMAGO/opokupix/SID

Die Podestserie von Skispringer Philipp Raimund ist beim Heim-Weltcup in Klingenthal gerissen. Einen Tag nach seinem starken dritten Platz kam der 25 Jahre alte Oberstdorfer im Abschlusswettbewerb auf Rang zehn, bleibt aber gut zwei Wochen vor Beginn der Vierschanzentournee die klare deutsche Nummer eins. Den Sieg sicherte sich wie am Vortag der Slowene Domen Prevc.

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Raimund, zuvor dreimal in Folge auf dem Podium, vergab am Sonntag vor 20.000 Fans im dichten sächsischen Nebel schon mit einem schwächeren ersten Sprung auf 137,0 m die Chance auf eine Topplatzierung. Von Platz neun ging es mit 127,5 m im Finale (238,0 Punkte) nicht mehr nach vorne.

Weltcup-Spitzenreiter Prevc, dessen Schwester Nika am Samstag den Frauen-Wettbewerb in Klingenthal gewonnen hatte, feierte mit Sprüngen auf 141,0 und 140,5 m (275,1 Punkte) seinen vierten Sieg in Serie und seinen zwölften Weltcup-Erfolg. Bereits 2016 hatte Prevc als 16-Jähriger in Klingenthal triumphiert. Platz zwei ging an Sonntag an Ren Nikaido (262,1) vor seinem japanischen Teamkollegen Ryoyu Kobayashi (261,0).

Als erneut zweitbester Deutscher kam Felix Hoffmann nach einem starken zweiten Sprung auf Rang zwölf. Routinier Pius Paschke erreichte anders als am Samstag immerhin den zweiten Durchgang, blieb als 26. aber erneut weit unter seinen Möglichkeiten. Luca Roth verpasste als 43. wie am Samstag das Finale.

Ein komplettes Desaster erlebte Andreas Wellinger. Der zweimalige Olympiasieger, der gemeinsam mit Michael Uhrmann und dem Schweizer Gregor Deschwanden (alle 143,5 m) den Schanzenrekord in Klingenthal hält, scheiterte am Sonntag als 57. in der Qualifikation für den Wettkampf, nachdem er im Auftaktspringen als 40. zum dritten Mal in Folge im ersten Durchgang ausgeschieden war.

Schon danach hatte er seinen vorübergehenden Ausstieg aus dem Weltcup und seinen Verzicht auf die Tournee-Generalprobe in Engelberg verkündet. "Meine springerische Leistung ist einfach schlecht im Moment. Ich muss jetzt im Training etwas finden", sagte der 30-Jährige.

(L.Møller--DTZ)

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