Deutsche Tageszeitung - Radprofi Kämna träumt von Etappensieg und Tour-Start

Radprofi Kämna träumt von Etappensieg und Tour-Start


Radprofi Kämna träumt von Etappensieg und Tour-Start
Radprofi Kämna träumt von Etappensieg und Tour-Start / Foto: © IMAGO / Sirotti/SID

Der deutsche Radprofi Lennard Kämna hofft nach einer komplizierten Comeback-Saison auf die Rückkehr zur Tour de France und will 2026 endlich auch wieder über einen Tagessieg jubeln. "Ich will auf jeden Fall wieder ein Rennen gewinnen und auch zur Tour de France", sagte Kämna dem SID: "Die beiden Ziele verfolge ich."

Textgröße ändern:

Kämna, der bereits bei allen großen Landesrundfahrten (Giro, Tour, Vuelta) eine Etappe gewonnen hat, war Anfang April 2024 durch einen Verkehrsunfall während einer Trainingsfahrt auf Teneriffa in seiner Karriere weit zurückgeworfen worden. Der 29-Jährige erlitt schwere Verletzungen, die zwischenzeitlich auf der Intensivstation behandelt werden mussten.

Den Blick richtet Kämna längst nach vorn. "Für mich wäre es ein großer Erfolg, wenn ich irgendwo das ein oder andere gute Ergebnis erfahren kann", sagte Kämna, der vermutlich bei der Algarve-Rundfahrt im Februar ins Renngeschehen einsteigt: "Es wäre ein Erfolg für mich, wenn ich zur Tour komme. Aber wenn ich im Großen und Ganzen eine gute, konstante Saison fahre, das wäre auch ein großer Erfolg für mich."

Ende März hatte der Profi der künftig unter deutscher Lizenz fahrenden Top-Mannschaft Lidl-Trek nach fast einjähriger Pause bei der Katalonien-Rundfahrt sein Comeback gefeiert. Im Sommer überzeugte er bei den einwöchigen Rundfahrten in der Schweiz und Österreich. Kämna zog auch deshalb ein positives Saisonfazit.

"Ich bin eigentlich sehr zufrieden, dass ich es zur Mitte des Jahres geschafft habe, in absolute Top-Form zu kommen und zu zeigen, dass ich eigentlich so stark bin, wie es vorher war", sagte er: "Das i-Tüpfelchen auf der Saison hat ein bisschen gefehlt. Aber ich nehme das Positive daraus, dass es wieder funktioniert hat und dass ich mir selbst beweisen konnte, dass ich gut fahren kann." Der erhoffte Start bei der Spanien-Rundfahrt scheiterte aufgrund einer Covid-Infektion im Vorfeld des Rennens.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Judoka Scoccimarro gewinnt WM-Bronze

Judoka Giovanna Scoccimarro hat dem deutschen Team bei den Weltmeisterschaften in Baku/Aserbaidschan die erste Medaille beschert. Die 28-Jährige aus Niedersachsen gewann das kleine Finale in der Klasse bis 70 Kilogramm gegen die Brasilianerin Nauana Silva und sicherte sich Bronze. Nach WM-Silber 2023 in Doha ist es der größte Erfolg in ihrer Karriere.

Medien: Ceferin tritt zur Wiederwahl als UEFA-Chef an

Der Slowene Aleksander Ceferin will im kommenden Jahr offenbar für eine vierte Amtszeit als Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) kandidieren. Wie unter anderem die Sportschau am Donnerstag berichtete, habe der 58-Jährige den Chefs der 55 UEFA-Mitgliedsverbände bei einem Treffen in Berlin mitgeteilt, dass er sich beim Kongress am 22. April in Astana/Kasachstan erneut zur Wahl stelle.

Rückkehr nach Afrika: Formel 1 vor Premiere in Ruanda

Die Formel 1 steht offenbar vor ihrer Premiere in Ruanda. Das teilten Quellen aus der nationalen Regierung und beim Automobil-Weltverband FIA am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Für die Motorsport-Königsklasse wäre es eine Rückkehr nach Afrika, zuletzt hatte die Formel 1 1993 im südafrikanischen Kyalami Halt gemacht.

Eisschnelllauf-Streit: Sonnekalb droht mit Abwanderung

Das deutsche Eisschnelllauf-Talent Finn Sonnekalb droht im Streit um den Erhalt oder die Schließung des Bundesstützpunktes Erfurt konkreter denn je mit Abwanderung ins Ausland. "Ich habe Angebote aus den USA und Holland. Ich habe Gespräche gehabt, ich bin im Austausch", sagte der 19-Jährige der ARD-Sportschau. "Es gibt Leute, die wollen mich haben, und wenn die mich hier nicht haben wollen, dann kann ich's nicht ändern."

Textgröße ändern: