Deutsche Tageszeitung - "Battle of the Sexes": Kyrgios schlägt Sabalenka

"Battle of the Sexes": Kyrgios schlägt Sabalenka


"Battle of the Sexes": Kyrgios schlägt Sabalenka
"Battle of the Sexes": Kyrgios schlägt Sabalenka / Foto: © SID

Tennis-Exzentriker Nick Kyrgios hat ein Showmatch mit dem historisch aufgeladenen Titel "Battle of the Sexes" gegen Aryna Sabalenka deutlich gewonnen. Der einstige Wimbledon-Finalist, angesichts von gesundheitlichen Rückschlägen zuletzt eher Influencer als Tennisprofi, besiegte die Nummer eins des Damentennis in Dubai mit 6:3, 6:3.

Textgröße ändern:

Die Belarussin Sabalenka (27), die zu den druckvollsten Spielerinnen der Welt gehört, war in etwas mehr als einer Stunde unter dem Strich ohne echte Chance gegen den Weltranglisten-671. - der die Bälle zeitweise eher locker in das neun Prozent kleinere Feld seiner Kontrahentin spielte, der bisweilen rumalberte oder Sabalenka für starke Aufschläge lobte.

Das zweite Service war bei diesem Geschlechtervergleich untersagt, auch diese Anpassung sollte der anatomisch unterlegenen Frau größere Chancen geben. Letztlich gelangen Sabalenka einige gute Gewinnschläge und auch Breaks, sie kam aber nie in die Nähe des Sieges.

"Ich habe ihm einen harten Kampf geliefert. Man hat gesehen, dass er müde wurde. Für das nächste Mal kenne ich seine Taktik, Stärken und Schwächen", erklärte die viermalige Grand-Slam-Gewinnerin Sabalenka nach dem Match. Kyrgios, einst die Nummer 13 der Welt, sprach von einem "wirklich harten Match. Ich bin nicht überrascht. Sie hat meinen Aufschlag mehrere Male gebreakt. Ich würde gern nochmal gegen sie spielen. Es war ein Spektakel, ein großer Schritt nach vorn für das Tennis."

Die Ansetzung hatte nicht zuletzt damit zu tun, dass die beiden Kontrahenten von derselben Management-Agentur vertreten werden - auch deswegen fehlte der ernsthafte Hintergrund der ersten Ausgaben. "Es ist nicht dasselbe", sagte die große Billie Jean King, mittlerweile 82, zuletzt der BBC: "Bei uns ging es um sozialen Wandel, kulturell gesehen, wo wir 1973 standen. Bei diesem Match nicht." Sie habe seinerzeit gewusst, dass sie den damals 55 Jahre alten Chauvinisten Riggs "schlagen musste" - nachdem dieser Monate zuvor ihre große Kontrahentin Margaret Court im ersten "Battle of the Sexes" demontiert und das Tennis der Frauen verspottet hatte.

Am Sonntag stand über allem die Show. Die Protagonisten liefen wie Boxer zu lauter Musik in die 17.000 Zuschauer fassende Arena in Dubai ein, Sabalenka trug zu den Klängen von "Eye of the Tiger" einen silber glitzernden Mantel. In Reihe eins saßen Internetpersönlichkeiten und Fußball-Legenden wie Ronaldo und Kaka. In einem Timeout tanzte Sabalenka den Macarena.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Einzug ins Viertelfinale: Fery lässt Briten träumen

Arthur Fery ließ seinen Schläger fallen und fasste sich ungläubig an den Kopf: Der junge Brite hat das "Wildcard-Duell" in Wimbledon gewonnen und die heimischen Fans einmal mehr ins Ekstase versetzt. Der 23-Jährige gewann am Montag auf dem Centre Court nach einem Nervenkrimi über 3:55 Stunden 7:5, 3:6, 4:6, 6:4, 7:6 (10:7) gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow. Seit Beginn der Open Era 1968 ist Fery der erst fünfte Spieler, der es mit einer Wildcard bis ins Viertelfinale an der Church Road schaffte.

Ausgesetzte Sperre für US-Stürmer: Fifa weist belgischen Einspruch als unzulässig zurück

Bei der Fußball-WM haben die Intervention von US-Präsident Donald Trump und die daraufhin ausgesetzte Sperre für den US-Stürmer Folarin Balogun einen Skandal ausgelöst. Trump verteidigte am Montag seinen Anruf bei Fifa-Chef Gianni Infantino, griff zugleich aber den brasilianischen Schiedsrichter Raphael Claus an. Infantino betonte die Unabhängigkeit der Fifa-Rechtsinstanzen. Der brasilianische Fußballverband wies Trumps Vorwürfe zurück, die Fifa erklärte einen Einspruch des belgischen Fußballverbands für unzulässig.

Belgien lässt im Fall Balogun nicht locker

Der belgische Fußball-Verband (RBFA) gibt in der Causa Folarin Balogun nicht auf und droht weitere Schritte an. Sofern der Stürmer, dessen Sperre der Weltverband FIFA aufgehoben hatte, beim WM-Achtelfinale am Dienstag (2.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Gastgeber USA "auf dem Spielberichtsbogen des Schiedsrichters aufgeführt sein sollte", würde Belgien "die Spielberechtigung des Spielers anfechten".

Basketballer auf WM-Kurs: Keine Mühe mit Außenseiter Zypern

Auf dem Weg Richtung WM hat Titelverteidiger Deutschland einen nie gefährdeten Pflichtsieg gegen Zypern geholt und ist dem Ziel Katar wieder einen Schritt näher gekommen. Die Basketballer um Kapitän Dennis Schröder schlugen den Außenseiter in Bamberg 111:79 (56:31), damit gelangen in der ersten Qualifikationsrunde fünf Siege aus sechs Spielen. Weiter geht es für das Team von Bundestrainer Àlex Mumbrú Ende August, dann beginnt die zweite und letzte Gruppenphase.

Textgröße ändern: