Deutsche Tageszeitung - "War eine Chance": Darts-WM geht ohne Deutsche weiter

"War eine Chance": Darts-WM geht ohne Deutsche weiter


"War eine Chance": Darts-WM geht ohne Deutsche weiter
"War eine Chance": Darts-WM geht ohne Deutsche weiter / Foto: © FIRO/SID

Alle Jahre wieder. Wenn die Darts-WM in die heiße Phase einbiegt, sind die Deutschen wie so oft nur Zuschauer. Acht Spieler aus Deutschland hatten sich qualifiziert, vier waren in die dritte Runde eingezogen, im Achtelfinale stehen aber keine. Martin Schindler, Gabriel Clemens und Co. schieden im Londoner Alexandra Palace auf höchst unterschiedliche Art und Weise aus.

Textgröße ändern:

Während der Weltranglisten-13. Schindler als großer Hoffnungsträger eine krachende Niederlage kassierte, lief Clemens in Runde drei gegen Luke Humphries zur Höchstform auf. Doch auch der erste Average von über 100 Punkten eines Deutschen bei einer WM reichte gegen den Weltranglistenzweiten nicht, wie Ricardo Pietreczko und Arno Merk muss der "German Giant" die Heimreise antreten.

"Es war schon eine Chance", ärgerte sich Schindler. Vor allem der Strausberger hatte nach einem starken Jahr große Hoffnungen auf einen tiefen Lauf geschürt. Doch wie so oft bei den großen Turnieren fällt es nicht nur Schindler schwer, die eigene Topleistung abzurufen.

Der Halbfinaleinzug von Gabriel Clemens im Jahr 2023 bleibt somit vorerst eine Ausnahme, die Hoffnung auf einen weiteren Coup ist dennoch berechtigt. "Die Entwicklung in Darts-Deutschland zeigt absolut in die richtige Richtung. Irgendwann wird einer richtig durchstarten. Das ist eine Frage der Zeit", sagte der viermalige WM-Teilnehmer Florian Hempel in seiner Rolle als Experte bei DAZN.

Mit Schindler steht erstmals ein Deutscher in den Top 16 der Welt, neben der deutschen Nummer eins haben auch Max Hopp, Pietreczko oder der talentierte Niko Springer bereits auf der European Tour ein Turnier gewonnen. Nur auf der großen Bühne soll es bisher noch nicht klappen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Italien: Verbandspräsident Gravina tritt zurück

Verbandspräsident Gabriele Gravina ist zwei Tage nach dem Scheitern der italienischen Fußball-Nationalmannschaft in den WM-Playoffs zurückgetreten. Diesen auch von der Politik geforderten Schritt verkündete die FIGC am Donnerstag nach einer Sondersitzung ihres Präsidiums. Am 22. Juni soll es auf einer außerordentlichen Verbandsversammlung Neuwahlen geben. Am Dienstag hatte Italien auch die dritte WM-Endrunde in Folge verpasst, der viermalige Weltmeister unterlag Bosnien-Herzegowina im Elfmeterschießen.

Ceferin warnt Italien vor möglichem Entzug der EM 2032

Die Aufarbeitung des WM-Debakels hat in Italien gerade erst begonnen, da baut sich bereits die nächste Drohkulisse auf. Wie UEFA-Präsident Aleksander Ceferin in einen Interview mit der Gazzetta dello Sport erklärte, könnte dem Co-Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft 2032 die Ausrichtung des Turniers entzogen werden, sollte sich die Infrastruktur nicht den Erwartungen entsprechend entwickeln.

Trotz Dzeko-Ausfall: Muslic für Endspurt optimistisch

Auch ohne den verletzten Torjäger Edin Dzeko geht Tabellenführer Schalke 04 optimistisch in den Endspurt im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga. "Selbstverständlich ist er ein bitterer Ausfall für uns", sagte Trainer Miron Muslic vor dem Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen den Karlsruher SC, "aber wir hatten in den letzten zehn Monaten auf dem Weg schon so viele Hürden, die wir gemeistert haben."

Kovac über Schlotterbeck: "Er hat nichts falsch gemacht"

Nach Lars Ricken hat auch Niko Kovac sein Verständnis für die jüngsten Äußerungen des zögernden Nico Schlotterbeck betont. "Nicht Schlotti hat die Schlagzeilen produziert, sondern diejenigen, die etwas in die Welt gesetzt haben, das so nicht gestimmt hat", sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund über den Nationalspieler, den der BVB schon seit Monaten von einer Vertragsverlängerung über 2027 hinaus überzeugen will.

Textgröße ändern: