Deutsche Tageszeitung - Joshua nach tödlichem Autounfall aus dem Krankenhaus entlassen

Joshua nach tödlichem Autounfall aus dem Krankenhaus entlassen


Joshua nach tödlichem Autounfall aus dem Krankenhaus entlassen
Joshua nach tödlichem Autounfall aus dem Krankenhaus entlassen / Foto: © SID

Der ehemalige Schwergewichts-Boxweltmeister Anthony Joshua ist zwei Tage nach dem schweren Autounfall in Nigeria, bei dem zwei seiner Freunde ums Leben kamen, aus dem Krankenhaus entlassen worden. Dies bestätigten Sprecher der Regierungen der Bundesstaaten Lagos und Ogun am späten Mittwochabend in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Textgröße ändern:

"Obwohl er tief betroffen und voller Trauer über den Verlust seiner beiden engen Freunde ist, wurde er als medizinisch fit für die Genesung zu Hause eingestuft", erklärten der Sprecher des Bundesstaates Lagos, Gbenga Omotoso, und sein Amtskollege aus Ogun, Kayode Akinmade.

Joshua, dessen Familie aus Nigeria stammt, war am Montag mit seinen Freunden Sina Ghami und Latif Ayodele auf einer stark befahrenen Autobahn zwischen Lagos und Ibadan im Südwesten des Landes unterwegs, als ihr SUV mit einem stehenden Lkw kollidierte. Joshua (36) erlitt laut nigerianischer Polizei leichte Verletzungen, er wurde zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.

Erste Ermittlungen ergaben am Dienstag, dass das Fahrzeug mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war und vor dem Unfall einen Reifenplatzer hatte, wie die Verkehrsbehörde TRACE (Traffic Compliance and Enforcement Agency) des Bundesstaates Ogun mitteilte.

Nachdem er das Krankenhaus verlassen hatte, erwiesen Joshua und seine Mutter im Bestattungsinstitut, wo die Leichen seiner Freunde für die Überführung nach Großbritannien vorbereitet wurden, ihre letzte Ehre, hieß es in der Erklärung. Beide waren nach Angaben der nigerianischen Polizei noch am Unfallort gestorben. Ghami war Joshuas langjähriger Kraft- und Konditionstrainer, Ayodele sein persönlicher Coach.

Die nigerianische Zeitung The Guardian zitierte einen hochrangigen Polizeibeamten, der erklärte, der Fahrer des Wagens sei ebenfalls aus dem Krankenhaus entlassen worden und werde von der Polizei verhört. Die Zeitung fügte hinzu, dass der Fahrer "wegen rücksichtslosen Fahrens angeklagt werden könnte", nannte aber keine weiteren Details.

Joshua hatte 2017 in einem spektakulären Duell Wladimir Klitschko in die Box-Rente geschickt und danach zeitweise das Schwergewicht dominiert, in den vergangenen Jahren musste der Olympiasieger von 2012 aber zahlreiche Rückschläge einstecken.

Mitte Dezember schlug Joshua den YouTuber und Boxer Jake Paul in einem von Netflix unterstützten Kampf in Miami durch Knock-out. Im Anschluss wurde er mit einem Kampf gegen Ex-Weltmeister Tyson Fury in Verbindung gebracht. Joshuas letzter Kampf vor dem Duell mit Paul war eine K.o.-Niederlage in der fünften Runde gegen seinen Landsmann Daniel Dubois im September 2024.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Kovac über Schlotterbeck: "Er hat nichts falsch gemacht"

Nach Lars Ricken hat auch Niko Kovac sein Verständnis für die jüngsten Äußerungen des zögernden Nico Schlotterbeck betont. "Nicht Schlotti hat die Schlagzeilen produziert, sondern diejenigen, die etwas in die Welt gesetzt haben, das so nicht gestimmt hat", sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund über den Nationalspieler, den der BVB schon seit Monaten von einer Vertragsverlängerung über 2027 hinaus überzeugen will.

Skilanglauf-Olympiasiegerin Carl 18 Monate gesperrt

Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl ist nach ihrem positivem Dopingtest für 18 Monate gesperrt worden. Diese Entscheidung des unabhängigen Deutschen Sportschiedsgerichtes (DIS) teilte die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) am Donnerstag mit. Da Carl bereits seit dem 26. Mai 2025 vorläufig suspendiert war und die Zeit angerechnet wird, endet die Sperre am 25. November.

Hoeneß lobt Undav: "Deniz macht häufig den Unterschied"

Trainer Sebastian Hoeneß vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart hat noch einmal eine Lanze für Deniz Undav gebrochen. Grundsätzlich wolle er zur Stellung des Angreifers bei der Nationalmannschaft und den Äußerungen von Bundestrainer Julian Nagelsmann nichts mehr sagen, betonte er am Donnerstag, machte aber auch deutlich: Bei der Beobachtung der beiden Länderspiele in der Schweiz (4:3) und gegen Ghana (2:1) habe er "auch einen Deniz gesehen, der genau das macht, was er auch bei uns macht - Tore, wichtige Tore", beim Sieg gegen Ghana in Stuttgart auch "ein spielentscheidendes Tor. Das sind doch alles sehr positive Sachen."

Woltemade kontert Kritik: "Im Moment ein komplett anderer Nick"

Fußball-Nationalstürmer Nick Woltemade hat irritiert auf die zunehmende Kritik an seiner Person reagiert. "Das stört mich schon", sagte der 24-Jährige, der nach seinem starken Start in der Premier League zuletzt weniger glänzen konnte, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. "Wenn mir jemand eine Formkrise unterstellt, würde ich einfach mal behaupten, dass derjenige nicht viele Spiele von Newcastle United sieht."

Textgröße ändern: