Deutsche Tageszeitung - Tour de Ski: Kläbo und Diggins dominieren - Fink stark

Tour de Ski: Kläbo und Diggins dominieren - Fink stark


Tour de Ski: Kläbo und Diggins dominieren - Fink stark

Die Langlaufstars Johannes Hösflot Kläbo und Jessie Diggins stehen nach eindrucksvollen Soloshows vor dem Gesamtsieg bei der Tour de Ski, das geschwächte deutsche Team durfte sich immerhin über einen starken Auftritt von Pia Fink freuen. Während der Norweger Kläbo und die US-Amerikanerin Diggins in Toblach bei den Klassik-Verfolgungsrennen über 20 km Start-Ziel-Siege mit Riesenvorsprung feierten, zeigte Fink ein mutiges Rennen.

Textgröße ändern:

Fink lief im klirrend kalten Südtiroler Norden von Platz 18 auf zwölf nach vorne und vertrat die am Vortag leicht angeschlagen abgereiste Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler gut. "Ich bin wirklich voll zufrieden. Normalerweise tue ich mich im Klassikstil etwas schwer", sagte Fink im ZDF.

Die 30-Jährige lag 2:54,6 Minuten hinter Diggins zurück, die ein einsames Rennen lief und aus 54 Sekunden Vorsprung beim Start satte 1:35,2 Minuten auf die zweitplatzierte Schwedin Moa Ilar machte. Katherine Sauerbrey als 20. und Helen Hoffmann als 21. überzeugten aus deutscher Sicht ebenfalls. Sprintspezialistin Coletta Rydzek, bis Silvester auf dem Gesamtpodest, kämpfte sich tapfer durch, war aber wie erwartet chancenlos und wurde von Platz sieben auf 42 durchgereicht.

Nach ihrem 30. Weltcupsieg ist Diggins ihr dritter Tour-Erfolg nach 2021 und 2024 bei den beiden abschließenden Etappen am Wochenende in Val di Fiemme kaum mehr zu nehmen. Auf der Olympia-Anlage der kommenden Winterspiele stehen und der finale Massenstart zur Alpe Cermis an.

Zuvor hatte auch Kläbo eine beeindruckende Dominanz gezeigt und einen Riesenschritt zum historischen fünften Gesamtsieg bei der Tour de Ski gemacht. Der 29-Jährige lief bei seinem 103. Weltcup-Erfolg über die komplette Distanz weit vor dem Feld. Der Gesamtführende, am Silvester bei der Premiere des umstrittenen "Heat Mass Start" nur Zwölfter, war mit 45 Sekunden Vorsprung gestartet, machte daraus zwischenzeitlich über eine Minute und lag schließlich 51,1 Sekunden vor seinem Landsmann Mattis Stenshagen. Dritter wurde der Schwede Edvin Anger (+59,8).

Als bester Deutscher kam Janosch Brugger auf Platz 25 (+2:51,9 Minuten) und verlor dabei nur 36 Sekunden auf Kläbo. Friedrich Moch, vor zwei Jahren noch Gesamtzweiter der Tour de Ski, kam auf Platz 55.

Als erster Langläufer könnte Rekordweltmeister Kläbo die Tour de Ski zum fünften Mal gewinnen, bislang teilt er sich die Bestmarke mit dem Schweizer Dario Cologna.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Balogun: FIFA weist Belgiens Antrag als "unzulässig" ab

Der belgische Fußballverband (RBFA) ist mit seinem Vorstoß, die Aufhebung der Sperre gegen den Amerikaner Folarin Balogun anzufechten, gescheitert. Die Berufungskommission des Weltverbandes FIFA teilte am Montag mit, dass der Antrag "unzulässig" sei, da die RBFA "nicht Verfahrensbeteiligter ist und somit nicht befugt ist, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen".

Auch neben Klopp: Watzke wirbt für Völler-Verbleib

DFB-Vize Hans-Joachim Watzke wirbt für eine Weiterbeschäftigung des Sportchefs Rudi Völler auch neben einem möglichen neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. "Jürgen ist durchaus dominant, aber teamfähig", sagte Watzke im ZDF über den Wunschkandidaten des Verbandes und verwies zugleich auf Völlers bis 2028 laufenden Vertrag.

"Causa Balogun": Infantino weist Einflussnahme Trumps zurück

FIFA-Chef Gianni Infantino hat sich in der "Causa Balogun" verteidigt und Kritik zurückgewiesen, wonach die Intervention von US-Präsident Donald Trump einen Einfluss auf die Entscheidung genommen haben soll. In dieser Angelegenheit habe er "tatsächlich einen Anruf von Präsident Donald Trump erhalten", teilte der Schweizer am Montag in einer vom Weltverband verbreiteten Stellungnahme mit. Infantino betonte darin, dass die FIFA-Disziplinarkommission "unabhängig" sei.

"Größer als 50 Prozent": Watzke hofft auf Klopp - und warnt

DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hat Fußball-Deutschland vor den entscheidenden Gespräch in der Personalie des Wunsch-Bundestrainers Jürgen Klopp davor gewarnt, sich zu früh zu freuen. "Das ist definitiv noch nicht abgehakt, das muss man alleine schon vor dem Hintergrund des RB-Engagements so sehen", sagte der DFL-Aufsichtsratsboss dem ZDF.

Textgröße ändern: