Deutsche Tageszeitung - Darts-WM: Littler nach Fan-Zwist makellos ins Halbfinale

Darts-WM: Littler nach Fan-Zwist makellos ins Halbfinale


Darts-WM: Littler nach Fan-Zwist makellos ins Halbfinale
Darts-WM: Littler nach Fan-Zwist makellos ins Halbfinale / Foto: © IMAGO/Pro Sports Images/SID

Dartsstar Luke Littler hat seine erfolgreiche Titelverteidigung bei der Weltmeisterschaft in London weiter fest im Blick. Im Viertelfinale bezwang der 18 Jahre alte Engländer den Polen Krzysztof Ratajski ohne Probleme mit 5:0 und steht damit auch bei seiner dritten WM-Teilnahme unter den besten vier. Obendrein durfte sich Littler nach seinen zuletzt bissigen Worten über eine Versöhnung mit dem Publikum im Alexandra Palace freuen.

Textgröße ändern:

Im Halbfinale trifft der Weltranglistenerste nun auf Landsmann Ryan Searle. "Heavy Metal" hatte am Nachmittag den Waliser Jonny Clayton mit 5:2 bezwungen. Auch der zweimalige Weltmeister Gary Anderson steht nach einem souveränen 5:2 über Turnierdebütant Justin Hood im Halbfinale.

Nach missgünstigen Rufen der Darts-Fans bei Littlers Achtelfinal-Partie hatte der Überflieger mit einer aufmüpfigen Reaktion für Wirbel gesorgt. "Ihr zahlt für Tickets - ihr zahlt also mein Preisgeld. Danke für mein Geld. Danke, dass ihr gebuht habt", hatte Littler gesagt - und sich später entschuldigt. Am Neujahrstag schlugen vereinzelte Pfiffe der Fans schnell in huldigende Gesänge über.

Gegen den klar unterlegenen Ratajski, der sich im vergangenen Jahr wegen Aneurysmen (krankhafte Erweiterungen von Blutgefäßen im Gehirn) zweier Operationen unterzogen hatte, spielte Littler von Anfang bis Ende konzentriert. In Satz eins gelang ihm sein erster "Big Fish" bei der diesjährigen WM, das höchstmögliche Finish für 170 Punkte. In Satz fünf sicherte sich Littler mit dem ersten Matchdart den Sieg.

Im späten Spiel der Abendsession trifft der Weltranglistenzweite Luke Humphries auf den Europameister und Junioren-Weltmeister Gian van Veen aus den Niederlanden. Humphries und Littler könnten sich am 3. Januar zum zweiten Mal nach 2024 im Endspiel gegenüber stehen.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

"Neugierige" Shiffrin plant weniger Slalom-Rennen

Gute Nachrichten für Emma Aicher: Skikönigin Mikaela Shiffrin, größte Konkurrentin des deutschen Shootingstars im Kampf um den Gesamtweltcup, geht neue Wege - und lässt einige Rennen in ihrer Spezialdisziplin aus. "Ich plane, in dieser Saison weniger Slaloms zu fahren", schrieb Shiffrin in einem längeren Beitrag im Netz.

Siebter Titel: Djokovic bleibt in Peking unbezwingbar

Novak Djokovic hat seiner beeindruckenden Karriere einen weiteren Meilenstein hinzugefügt. Beim ATP-Turnier in Peking bleibt der 39 Jahre alte Tennisstar auch im gehobenen Alter unbezwingbar. Er besiegte den Australier Alex de Minaur im Finale, baute seine historische Serie in der chinesischen Hauptstadt auf 34 Siege in Folge aus und sicherte sich den siebten Turniererfolg.

Olympia 2036: Sechs Rivalen für München

Die Münchner Olympiabewerbung für die Sommerspiele 2036 konkurriert in der Auswahl des Internationalen Olympischen Komitees mit sechs Kandidaten aus Europa, Asien und Afrika. Am Dienstag nannte das IOC neben Deutschland die Länder Ungarn und die Türkei, Indien und Katar sowie Südkorea und Südafrika als offizielle Bewerber für die Spiele in zwölf Jahren. Alle befänden sich im "Continuous Dialogue" mit dem IOC.

Erster Titel seit Februar: Alcaraz jubelt wieder in Tokio

Tennisstar Carlos Alcaraz hat seine lange Leidenszeit endgültig hinter sich gelassen und den ersten ATP-Turniersieg seit knapp acht Monaten gefeiert. Der Spanier schlug im Finale von Tokio den Tschechen Jiri Lehecka und verteidigte damit erfolgreich seinen Titel aus dem Vorjahr. 7:6 (7:4), 6:4 hieß es nach einer intensiven Partie aus Sicht von Alcaraz.

Textgröße ändern: