Deutsche Tageszeitung - Tournee: Prevc nur 30. der Quali - Raimund kracht in Bande

Tournee: Prevc nur 30. der Quali - Raimund kracht in Bande


Tournee: Prevc nur 30. der Quali - Raimund kracht in Bande
Tournee: Prevc nur 30. der Quali - Raimund kracht in Bande / Foto: © SID

Skispringer Domen Prevc hat in der Qualifikation von Innsbruck einen Warnschuss erhalten. Der Slowene kam bei schwierigen Windverhältnissen mit 112,0 m nur auf den 30. Platz. Der Österreicher Jan Hörl, im Kampf um den Gesamtsieg der Vierschanzentournee ärgster Verfolger von Prevc, gewann den Vorausscheid mit 128,0 m vor drei weiteren Österreichern.

Textgröße ändern:

Bester Deutscher war Felix Hoffmann, in der Gesamtwertung immerhin Vierter, auf dem fünften Rang. Philipp Raimund (16.) sorgte für eine Schrecksekunde, als er mit zu viel Geschwindigkeit in eine Bande krachte, die daraufhin zu Bruch ging. Raimund konnte wenig später aber wieder lachen.

Auch Pius Paschke (23.) und Karl Geiger (39.) erreichten problemlos den Wettkampf der besten 50. Andreas Wellinger hatte als 51. dagegen viel Mühe. "Ich hatte Glück, dass ich reingerutscht bin. Aber erleichtert bin ich nicht, weil es sich nicht gut anfühlt", sagte der zweimalige Olympiasieger, der 0,1 Punkte vor dem 51. Kilian Peier lag.

Prevc hatte in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sowohl die Qualifikation als auch den Wettkampf gewonnen, nun gab es den ersten Rückschlag. Der Österreicher Hörl gewann dagegen vor 8400 Fans vor Stefan Kraft, Stephan Embacher und Titelverteidiger Daniel Tschofenig.

Prevc liegt in der Gesamtwertung mit 619,8 Punkten umgerechnet rund 20 Meter vor Hörl (584,8), Dritter ist in Embacher (578,3) ein weiterer ÖSV-Adler. Hoffmann (573,2) und Raimund (566,6) folgen auf den Plätzen vier und sechs.

In Innsbruck ist Prevc noch nie über Platz neun hinausgekommen. Dank seiner Topform hat er dennoch beste Chancen, zehn Jahre nach seinem Bruder Peter den Goldadler zu gewinnen. Zudem kann er den "Grand Slam" mit Siegen auf allen vier Schanzen schaffen, bislang ist dies nur Sven Hannawald (2001/02), dem Polen Kamil Stoch (2017/18) und Ryoyu Kobayashi aus Japan (2018/19) gelungen.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Olympisches Feuer in Mailand und Cortina entzündet

Alberto Tomba, Deborah Compagnoni und Sofia Goggia haben das Olympische Feuer in Mailand und Cortina d'Ampezzo entzündet und damit für den Höhepunkt der Eröffnungsfeier der 25. Winterspiele gesorgt. Die italienischen Ski-Legenden waren am Freitag die letzten der offiziell 10.001 Fackelträgerinnen und -träger, sie entzündeten um 23.26 Uhr zwei Feuer: Tomba und Compagnoni taten dies auf dem Arco della Pace in Mailand, die noch aktive Goggia erfüllte die Aufgabe auf der Piazza Dibona in Cortina. Seit dem 26. November hatte die Flamme ihren Weg aus dem griechischen Ort Olympia zurückgelegt.

25. Olympische Winterspiele eröffnet

Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella hat die 25. Olympischen Winterspiele mit den Hauptorten Mailand und Cortina d'Ampezzo eröffnet. Der 84-Jährige sprach am Freitag um 22.51 Uhr Ortszeit im San-Siro-Stadion von Mailand die traditionelle Begrüßungsformel. An der Spitze der deutschen Mannschaft hatte zuvor Eishockey-Star Leon Draisaitl die Fahne ins Stadion getragen, bei der parallel in Predazzo stattfindenden Zeremonie war Skispringerin Katharina Schmid die zweite deutsche Fahnenträgerin.

Remis beim Riera-Debüt: Frankfurt wartet weiter auf die Wende

Hoffnungsträger Albert Riera hat bei seinem Debüt als Trainer von Eintracht Frankfurt den ersehnten Befreiungsschlag verpasst. In einem lange mauen Bundesligaspiel bei Union Berlin kamen die kriselnden Hessen am Freitag nur zu einem 1:1 (0:0). Der große Effekt durch den Wechsel an der Seitenlinie blieb also zunächst aus, seit nun neun Pflichtspielen ist Frankfurt ohne Sieg - zumindest die Defensive wirkte aber stabiler als zuletzt.

"Der größte Moment meines Lebens": Deutsche Delegation läuft ein

Angeführt von Katharina Schmid und Leon Draisaitl sind die deutschen Athletinnen und Athleten nun auch ganz offiziell bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo angekommen. Die Skispringerin und der Eishockeystar trugen am Freitagabend die deutschen Fahnen bei den Eröffnungsfeiern, insgesamt 130 Sportlerinnen und Sportler des Team D nahmen an den Zeremonien teil - verteilt auf vier Orte. Draisaitl lief im Mailänder San Siro Stadium mit der größten Gruppe ein, Schmid war in Predazzo dabei, Feierlichkeiten gab es zeitgleich auch in Cortina und Livigno.

Textgröße ändern: