Deutsche Tageszeitung - Oberhof: Preuß Fünfte im Sprint

Oberhof: Preuß Fünfte im Sprint


Oberhof: Preuß Fünfte im Sprint
Oberhof: Preuß Fünfte im Sprint / Foto: © IMAGO/EIBNER-PRESSEFOTO/SID

Franziska Preuß hat beim Biathlon-Weltcup in Oberhof den Sprung auf das Podest knapp verpasst, ihren persönlichen Aufwärtstrend aber bestätigt. Deutschlands Sportlerin des Jahres belegte im um einen Tag nach vorne gezogenen Sprint am Rennsteig mit einer Strafrunde den fünften Platz (47,1 Sekunden Rückstand) und erreichte damit ihr bestes Ergebnis in diesem Winter. Den Sieg sicherte sich die fehlerfreie Elvira Öberg aus Schweden vor der Finnin Suvi Minkkinen (0 Strafrunden/+21,1) und Julia Simon aus Frankreich (0/+23,6).

Textgröße ändern:

Aufgrund der für Freitag vorhergesagten Sturmböen von über 80 Stundenkilometern war das Rennen verlegt worden. Auf der Strecke lag Preuß gut im Rennen, ein Fehler beim Stehendschießen warf sie dann aber zurück. Im Ziel lag die Gesamtweltcupsiegerin knapp vor Teamkollegin Janina Hettich-Walz (1/+49,5), die Sechste wurde und so die wichtige Olympia-Norm knackte.

Julia Tannheimer (2/+1:19,8 Minuten) verfehlte als 17. nur knapp die Top 15. Vanessa Voigt lag trotz fehlerfreier Schießleistung deutlich zurück (0/+1:38,8), auch Selina Grotian (2/+1:45,2) und Anna Weidel (1/+1:50,2) spielten in der Vergabe der vorderen Plätze keine Rolle.

Zuvor hatte Philipp Nawrath im Sprint der Männer mit seinem zweiten Platz für einen perfekten Auftakt aus deutscher Sicht gesorgt. Nach einer Strafrunde lag der 32-Jährige nur 13,2 Sekunden hinter dem Italiener Tommaso Giacomel, der einen emotionalen Erfolg feierte und den Sieg seinem verstorbenen Freund Sivert Guttorm Bakken widmete.

Insgesamt präsentierten sich die deutschen Männer stark. Hinter Nawrath erreichte Philipp Horn (1/+38,7 Sekunden) den siebten Platz, David Zobel (1/+59,9) wurde Zwölfter und sicherte sich so die halbe Olympia-Norm. Lucas Fratzscher (2/+1:24,1 Minuten) belegte den 16. Rang.

Am Samstag soll es dann am Rennsteig mit der Verfolgung der Männer (12.00 Uhr) und der Staffel der Frauen (14.25 Uhr) weitergehen. Für Sonntag sind die Staffel der Biathleten (11.00 Uhr) und das Jagdrennen der Biathletinnen (14.30 Uhr/alles ARD und Eurosport) geplant.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Trotz Leistungseinbruch: Alcaraz beendet Final-Durststrecke

Trotz eines heftigen Leistungseinbruchs hat Tennisstar Carlos Alcaraz seine Durststrecke beendet und das erste Finale auf der ATP-Tour seit knapp einem halben Jahr erreicht. Der im Frühling und Sommer unter gesundheitlichen Problemen leidende 23-Jährige setzte sich im Duell mit seinem spanischen Landsmann Jaume Munar beim Hartplatzturnier in Tokio im Halbfinale mit 5:7, 6:3, 6:1 durch. Der siebenmalige Grand-Slam-Champion kämpfte sich dabei von einem Einbruch zum Ende des ersten Satzes zurück.

Außenbandriss: Gwinn fällt mehrere Wochen aus

Fußball-Nationalspielerin Giulia Gwinn muss wegen einer Sprunggelenksverletzung mehrere Wochen pausieren. Die Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft hat laut FC Bayern einen Außenbandriss im linken Knöchel erlitten, wie der Double-Gewinner am Montag mitteilte.

Nach Dämpfer: Zverev fehlen weiter über 1000 Punkte auf Sinner

US-Open-Sieger Alexander Zverev hat auf der Jagd nach dem ersten Platz in der Tennis-Weltrangliste einen Dämpfer kassiert, die Erfüllung seines Traums aber noch immer vor Augen. In der aktuellen Weltrangliste vom Montag kommt Zverev auf 9720 Punkte - von Jannik Sinner (11.000 Punkte) trennen ihn damit noch 1280 Zähler. Durch das Viertelfinalaus gegen Novak Djokovic in Peking verpasste es Zverev, sich noch näher an den italienischen Branchenführer heranzupirschen.

"Formel Farce": Pressestimmen zum Großen Preis in Malaysia

Max Verstappen gewann erstmals seit 301 Tagen, Kimi Antonelli ist dem WM-Titel ganz nah - ein ganz großes Thema nach dem Rennen der Formel 1 in Malaysia waren für die internationalen Medien aber auch die Antriebsprobleme im Regen. Auf der Formationsrunde kamen zahlreiche Autos wegen eines Softwarefehlers kaum vom Fleck. Die englische Daily Mail etwa beschrieb "eine der peinlichsten Episoden dieses Sports", der Telegraph sah "groteske Szenen".

Textgröße ändern: