Deutsche Tageszeitung - "Konkrete Maßnahmen": Altenberg-Chef über Sicherheitsbedenken

"Konkrete Maßnahmen": Altenberg-Chef über Sicherheitsbedenken


"Konkrete Maßnahmen": Altenberg-Chef über Sicherheitsbedenken
"Konkrete Maßnahmen": Altenberg-Chef über Sicherheitsbedenken / Foto: © Imago/Eibner-Pressefoto/SID

Die Organisatoren des Eiskanals in Altenberg haben auf die neuerliche Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen der Bahn reagiert und den Vorwurf der Untätigkeit zurückgewiesen. Die Aussage, dass seit 2024 keinerlei Fortschritte erzielt wurden, entspreche "nicht der Realität", sagte Streckenchef Jens Morgenstern in einem Statement am Donnerstag.

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Zuvor hatte der Schweizer Bob-Pilot Michael Vogt seinen Verzicht auf das Weltcup-Finale in Sachsen (17./18. Januar) erklärt und dies mit dem schweren Unfall seines Teams im Februar 2024 begründet. "Ich fahre nicht auf einer Bahn, wo einer unserer Anschieber fast gestorben wäre und sich seither nichts geändert hat", sagte Vogt der Schweizer Tageszeitung Blick. Vor zwei Jahren war sein Viererbob beim Training in Altenberg schwer gestürzt, Anschieber Sandro Michel fiel dabei auf die Bahn und wurde dann vom zurückrutschenden Schlitten getroffen und schwer verletzt.

"Wir respektieren die persönliche Entscheidung des Schweizer Bobpiloten Michael Vogt, auf einen Start zu verzichten", teilte Morgenstern mit. Es habe allerdings in Altenberg "drei große Sicherheitskonferenzen mit Experten aus vielen Bereichen" gegeben, es "wurden und werden bereits konkrete Maßnahmen umgesetzt beziehungsweise auf den Weg gebracht. So stellen wir in Altenberg zusätzliches und speziell geschultes Personal im Auslauf zur Verfügung, dass das Zurückrutschen eines gestürzten Bobs verhindern soll. Das ist in vielen Fällen bereits gelungen, eine hundertprozentige Garantie kann es aber nicht geben – weder in Altenberg noch anderswo."

Zudem entwickele das Institut Ifosa in Zusammenarbeit mit dem deutschen Schlittenverband BSD "ein Rückhaltesystem für im Auslauf zurückrutschende Schlitten". Zudem arbeite der Verband auch in Altenberg an einem "ganzheitlichen Sicherheitskonzept", das unter anderem den Schutz des Kopfes und die Verhinderung des Herausschleuderns aus dem Bob in den Blick nimmt.

Der Eiskanal in Altenberg sei auch vor dieser Saison von den Weltverbänden IBSF (Bob und Skeleton) und FIL (Rodeln) homologiert und damit für die Durchführung von Rennen freigegeben worden. "Wir informieren alle Teams auf verschiedenen Ebenen bezüglich der Verhältnisse in Altenberg", sagte Morgenstern: "Wir legen ganz offen dar, was wir können, aber auch unsere Grenzen."

(B.Izyumov--DTZ)

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