Deutsche Tageszeitung - Hirscher verzichtet auf Olympia und Weltcup-Saison

Hirscher verzichtet auf Olympia und Weltcup-Saison


Hirscher verzichtet auf Olympia und Weltcup-Saison
Hirscher verzichtet auf Olympia und Weltcup-Saison / Foto: © SID

Die Wade zwickt, die Hüfte macht Probleme - kurz: Marcel Hirscher ist nicht bereit für Olympia. Der österreichische Skistar verzichtet auf die Winterspiele und alle Starts auch im alpinen Weltcup in diesem Winter. Das gab der achtmalige Gesamtweltcupsieger auf Instagram bekannt. Einen neuerlichen Rücktritt wie erstmals 2019 schloss er aber aus.

Textgröße ändern:

"Wenn ich wieder Weltcup-Rennen fahre, dann möchte ich das gescheit machen. Das geht sich gerade einfach nicht aus. Darum gibt es heuer keine Rennen und auch keine Olympischen Spiele für mich", sagte Hirscher in einem Video und bekannte geknickt: "Mir taugt es persönlich auch nicht."

Der 36-Jährige hatte sich in seiner Comeback-Saison im vergangenen Winter einen Kreuzbandriss zugezogen und wollte mit Blick auf Olympia einen neuen Angriff wagen. Rund um Weihnachten habe er allerdings einen Rückschlag erlitten, berichtete er und erzählte von den Problemen mit Wade und Hüfte.

"In Wahrheit ist es so: Es geht sich nicht aus", sagte der zweimalige Olympiasieger und siebenmalige Weltmeister: "Das Tempo, das ich gehen kann aktuell, ist nicht Weltcup-würdig. Ich habe mit den Weltbesten trainieren können, das war mega, wir haben sensationell trainiert auf der Reiteralm. Es war cool zu sehen, was notwendig ist, um wirklich Weltklasse zu sein." Das aber sei "momentan nicht drin".

Und halbe Sachen waren noch nie das Ding des Siegers von 67 Weltcup-Rennen, der inzwischen für die Niederlande startet. Seit seiner schweren Verletzung im Dezember 2024 war spekuliert worden, ob und wann Österreichs Ski-Idol noch einmal in den Weltcup zurückkehrt. Das soll nun in der Saison 2026/27 der Fall sein. "Ich werde weiter trainieren - und vielleicht schaffe ich es nächstes Jahr", sagte Hirscher.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Wegen Auszeit: Woods wird nicht Kapitän beim Ryder Cup 2027

Golfstar Tiger Woods wird nach seinem Autounfall und seiner angekündigten Auszeit nicht als Kapitän des US-Teams beim Ryder Cup 2027 fungieren. Dies bestätigte die PGA of America am Mittwoch. "Wir loben Tiger dafür, dass er seiner langfristigen Gesundheit Vorrang einräumt, und respektieren zutiefst den Mut, der nötig ist, um eine solche persönliche Entscheidung zu treffen", hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes.

Franz Wagner gibt Comeback bei nächster Magic-Pleite

Franz Wagner ist zurück, doch die Talfahrt von NBA-Klub Orlando Magic in der US-Basketballliga geht weiter. Beim Comeback des Welt- und Europameisters kassierte das Team aus Florida die nächste bittere Pleite im Playoff-Rennen. Wagner, der mehrere Wochen mit einer Knöchelverletzung ausgefallen war und erst sein 29. Spiel in der laufenden Saison machte, stand beim 101:130 gegen die Atlanta Hawks von Beginn an auf dem Parkett.

Trotz "Kötteln in der Hose": Bayern träumen vom großen Wurf

Nach dem erstmaligen Halbfinal-Einzug in der Champions League seit fünf Jahren sprach Bianca Rech ganz offen vom großen Wurf. "Träumen darf man", sagte die Klubdirektorin von Bayern München mit leuchtenden Augen, "und man darf auch den Glauben daran haben, dass wir Barcelona ärgern können."

Nach Horrorfoul im Skandalspiel: 14 Spiele Sperre für Wagner

Nach seinem brutalen Foul im Playoff-Viertelfinale ist Eishockey-Nationalspieler Fabio Wagner für 14 Spiele gesperrt worden. Das teilte die Deutsche Eishockey Liga (DEL) am Mittwochabend mit. Zuvor hatte Wagner sich entschuldigt. Es tue ihm "aufrichtig leid", es sei "ein Fehler von mir" gewesen, er trage "die volle Verantwortung für mein Handeln", sagte der Verteidiger von Red Bull München in einem Instagram-Video und wünschte dem Ingolstädter Edwin Tropmann "gute Besserung".

Textgröße ändern: