Deutsche Tageszeitung - Hallen-EM: Hockeymänner verpassen Finale

Hallen-EM: Hockeymänner verpassen Finale


Hallen-EM: Hockeymänner verpassen Finale
Hallen-EM: Hockeymänner verpassen Finale / Foto: © IMAGO/SID

Mission Titelverteidigung gescheitert: Die deutschen Hockeymänner haben bei der Hallen-EM in Heidelberg den Einzug ins Endspiel überraschend verpasst. Die Mannschaft des Bundestrainer-Duos Jan-Philipp Rabente und Matthias Witthaus unterlag am Samstagabend Polen 3:4 (0:1) und muss sich mit dem Spiel um Platz drei begnügen. Gegner am Sonntag (13.15 Uhr/MagentaSport) ist Spanien.

Textgröße ändern:

Im SNP Dome fehlte im Halbfinale die letzte Durchschlagskraft. Die Treffer von Dieter-Enrique Linnekogel (24.), Sten Brandenstein (29.) und Anton Pöhling (37.) reichten nicht. Polen nutzte seine Chancen durch Gracjan Jarzynski (18.), Maksymilian Koperski (25.), Henryk Wolsztynski (26.) und Jacek Kurowski (31.) konsequent.

Wenige Stunden zuvor hatte das DHB-Team noch eine makellose Vorrundenbilanz verbuchen können. Gegen die Spanier, die wie die DHB-Auswahl zuvor dreimal gewonnen hatte, hatte sich der Europameister im Prestigeduell knapp mit 5:4 (4:2) durchgesetzt. Nun kommt es zum Wiedersehen, weil Spanien das zweite Halbfinale gegen Österreich (3:4 nach Penaltyschießen) verlor.

Beim Sieg über die Spanier hatte Pöhling (2.) im Powerplay zunächst für den perfekten Auftakt für die ganz in Pink auflaufenden Deutschen gesorgt. Nicolas Proske (6.) legte mit einem Treffer durch die Beine nach. Der im Turnier bisher so starke Nik Kerner (7./11.), Sohn von Fernsehmoderator Johannes B. Kerner, traf doppelt. Im zweiten Durchgang hielt Pöhling (24.) die nicht aufsteckenden Gäste letztlich auf Distanz.

Deutschland galt bei dem Turnier als einer der großen Favoriten. Die vergangene Ausgabe hatte das DHB-Team 2024 in Belgien gewonnen, im Februar 2025 hatte sich das DHB-Team zudem zum Hallen-Weltmeister gekrönt.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Metallplatte entfernt: Musiala erneut operiert

Jamal Musiala ist die letzte dunkle Erinnerung an seine karrieregefährdende Verletzung los. Der 23-Jährige hat sich am Donnerstag nur drei Tage nach dem blamablen WM-Aus mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay einer weiteren Operation unterzogen. Das gab der FC Bayern bekannt. Bei dem Eingriff in Murnau wurde dem Münchner Profi laut Bild-Zeitung die Metallplatte im linken Fuß entfernt, die dort nach dem schweren Unfall bei der Klub-WM zur Stabilisierung eingesetzt worden war.

Medien: "Fall Balogun" geht in weitere Runde

Der "Fall Balogun" geht offenbar in eine weitere Runde. Nach Informationen des US-Portals The Athletic bekam Belgiens Fußballverband RBFA vom Weltverband FIFA das Recht auf Berufung eingeräumt. Demnach können die Belgier wie auch der US-Verband (U.S. Soccer) bis Montag 14.00 Uhr MESZ ihre Stellungnahmen abgeben.

UEFA zu "Fall Balogun": "Rote Linie überschritten"

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den Weltverband FIFA beim "Fall Balogun" in selten zuvor erlebter Form kritisiert und von der Überschreitung einer "roten Linie" gesprochen. "Wir bringen unser Unverständnis über eine derart beispiellose, unbegreifliche und nicht zu rechtfertigende Entscheidung zum Ausdruck", schrieb die UEFA in einer Stellungnahme: "Manchmal lassen Regeln Interpretationsspielräume zu. In diesem Fall nicht."

Blatter zum Fall Balogun: "Quo vadis, FIFA?"

Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter (90) sieht nach der Entscheidung des Weltverbands im "Fall Balogun" die Integrität des Fußballs in Gefahr. "Rote Karten werden im Fußball nicht durch politische Interventionen aufgehoben – sondern nach klaren Regeln und durch unabhängige Instanzen", sagte Blatter auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (SID): "Wenn ein US-Präsident beim FIFA-Präsidenten interveniert und danach ein Spieler vor einem WM-Achtelfinale begnadigt wird, stellt sich eine einfache Frage: Quo vadis, FIFA? Der Fußball darf nie zum Spielball der Politik werden."

Textgröße ändern: