Deutsche Tageszeitung - Loch: "Bauchweh" wegen russischer Rodler bei Olympia

Loch: "Bauchweh" wegen russischer Rodler bei Olympia


Loch: "Bauchweh" wegen russischer Rodler bei Olympia
Loch: "Bauchweh" wegen russischer Rodler bei Olympia / Foto: © IMAGO/SID

Rekordweltmeister Felix Loch blickt der möglichen Teilnahme russischer Rennrodler bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo mit "Bauchweh" entgegen. "Man hat immer so ein bisschen ein ungutes Gefühl, wenn ich die ukrainischen Sportler und dann die russischen Sportler dort sehe", sagte Loch, der sich seit Jahren mit seiner Hilfsorganisation "Athletes for Ukraine" für die Opfer des russischen Angriffskrieges einsetzt, bei der Olympia-Einkleidung in München.

Textgröße ändern:

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte den kompletten Ausschluss russischer Rennrodler durch den Weltverband FIL Ende Oktober aufgehoben und damit die Voraussetzungen für eine Wettkampf-Rückkehr unter neutraler Flagge geschaffen. Er habe "einfach Bauchweh", sagte Loch vor dem Saisonhighlight in Norditalien (6. bis 22. Februar), "ich hoffe einfach immer, dass nichts passiert." Es sei zum Glück jedoch "sehr, sehr ruhig. Der internationale Verband versucht, das bei uns so gut es geht zu händeln." Dennoch sei er weiter "sehr skeptisch", sagte Loch.

Es obliegt der FIL, die Anträge auf "neutralen" Status zu prüfen. Dieser setzt unter anderem voraus, dass die Sportlerinnen und Sportler den Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht öffentlich unterstützen und keine Verbindungen zum russischen Militär haben.

Im Einsitzer der Männer hat der 23 Jahre alte Pawel Repilow, der kleine Bruder des dreimaligen Weltmeisters Roman Repilow, zumindest sportlich die Qualifikationskriterien für die Winterspiele erfüllt.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Viele Chancen, keine Tore - Klopp zittert ums Viertelfinale

Einpeitscher Jürgen Klopp und seine dominanten Ballzauberer sind im Hexenkessel von Saloniki an sich selbst gescheitert. Starke Überlegenheit, einige Chancen, aber keine Tore - die deutsche Nationalmannschaft kam trotz eines guten Spiels mit zahlreichen Abschlüssen nicht über ein 0:0 gegen lange mauernde Griechen hinaus und muss nach verpasster Revanche um das Nations-League-Viertelfinale zittern.

Klopp nimmt drei Wechsel vor

Jürgen Klopp nimmt nach seinem ersten Sieg als Bundestrainer drei Veränderungen vor. Lennart Karl, David Raum und Jonathan Burkardt ersetzen gegenüber dem souveränen Erfolg gegen Serbien (2:0) beim Nations-League-Spiel in Griechenland (20.45 Uhr/RTL) Serge Gnabry, Maximilian Mittelstädt und Nick Woltemade.

DFB-Frauen: Kapitänin Gwinn fällt für Länderspiele aus

Kapitänin Giulia Gwinn fällt für die anstehenden Länderspiele der deutschen Fußballerinnen aus. Nach ihrer verletzungsbedingten Auswechslung im Topspiel des FC Bayern bei Eintracht Frankfurt hat die 27-Jährige für die Härtetests gegen Australien und Japan abgesagt, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Sonntagabend mitteilte. Eine Diagnose steht auch laut Verein noch aus.

Golla reagiert auf Wechsel-Diskussion: "Nicht 'nur' Heimweh"

Nach den Diskussionen über eine schnelle Rückkehr zur SG Flensburg-Handewitt hat sich DHB-Kapitän Johannes Golla erstmals öffentlich zu seinem Wechselwunsch zu Wort gemeldet. "Menschen, die mich gut kennen, haben längst gesehen, dass es mittlerweile nicht mehr 'nur' Heimweh ist, sondern meine mentale Gesundheit ernsthaft gefährdet ist", schrieb der 28-Jährige bei Instagram. Er sei sich "im Klaren darüber, dass die Entscheidung für den Vertrag in Melsungen verfrüht war."

Textgröße ändern: