Deutsche Tageszeitung - Wagner emotional nach Berlin-Spiel: "Etwas sehr Besonderes"

Wagner emotional nach Berlin-Spiel: "Etwas sehr Besonderes"


Wagner emotional nach Berlin-Spiel: "Etwas sehr Besonderes"
Wagner emotional nach Berlin-Spiel: "Etwas sehr Besonderes" / Foto: © SID

Sichtlich gerührt drückte Moritz Wagner zuerst seine Oma, danach waren Mama und Papa dran. Nach dem erfolgreichen Berlin-Heimspiel war der Basketball-Weltmeister von seinen Gefühlen etwas überfordert. An den schillernden NBA-Abend in der Hauptstadt werden der 28-Jährige und sein Bruder Franz noch lange zurückdenken.

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Er werde, so Wagner nach dem 118:111 (58:67)-Sieg mit Orlando Magic gegen die Memphis Grizzlies an der Spree, "erstmal ein bisschen Distanz brauchen, um zu checken, was da eigentlich passiert. Aber generell ist da eine große Dankbarkeit und Freude, dass wir das erleben dürfen, weil das etwas sehr Besonderes ist."

Nach dem Marketing-Marathon der vergangenen Tage und dem anschließenden Krimi gegen die Grizzlies war Wagner von der Wucht des Erlebnisses beeindruckt: "Die Aufmerksamkeit, die wir jetzt bekommen, ich weiß gar nicht, ob die gesund ist, wenn das jetzt wieder ein bisschen runtergeht. Wir hatten eine ausverkaufte Bude bei einem NBA-Spiel. So viele Fans habe ich lange nicht mehr bei einem Basketball-Spiel gesehen."

13.738 Zuschauer feierten in der Berliner Uber Arena am Donnerstag beim ersten regulären NBA-Spiel auf deutschem Boden eine große Basketball-Party. "Man spürt die Energie. Ich bin ja selbst Fan. Da kriege ich Gänsehaut, wenn ich das sehe. Danach kommt der Gedanke, dass ich Teil dessen bin. Das ist eine riesige emotionale Überforderung. Deswegen hoffe ich, dass es die nächsten Wochen ein bisschen ruhiger wird und ich das verdauen kann", sagte Wagner.

In seiner Heimatstadt legte Moritz Wagner im zweiten Spiel nach seinem Kreuzbandriss sieben Punkte auf, Bruder Franz kam auf 18 Zähler. Der 24-Jährige steigerte sich nach einem schwachen Start bei seinem Comeback nach Knöchelverstauchung – und sammelte 13 seiner Punkte im letzten Viertel. Der Welt- und Europameister hatte sich die Blessur Anfang Dezember zugezogen und danach 16 Spiele verpasst.

Seine Anlaufprobleme erklärte Wagner mit einer Mischung aus fehlendem Rhythmus und der Bedeutung des Ereignisses: "Das war mehr mental. Es war viel diese Woche. Von einer Verletzung zurückzukommen, ist nie leicht. Und dann ist das noch dieses Spiel. Es war eine emotionale und fordernde Woche. Aber ich suche keine Ausreden. Sobald du dich entscheidest, zu spielen, musst du bereit sein. Ich war froh, dass ich am Ende ein paar Würfe getroffen habe."

(Y.Ignatiev--DTZ)

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