Deutsche Tageszeitung - Buzzer-Drama gegen Serbien: Gislason nimmt Schuld auf sich

Buzzer-Drama gegen Serbien: Gislason nimmt Schuld auf sich


Buzzer-Drama gegen Serbien: Gislason nimmt Schuld auf sich
Buzzer-Drama gegen Serbien: Gislason nimmt Schuld auf sich / Foto: © IMAGO/SID

Alfred Gislason hat nach seiner voreiligen Auszeit die Mitschuld an der EM-Niederlage gegen Serbien auf sich genommen. "Das geht auf meine Kappe", sagte der Handball-Bundestrainer am ARD-Mikrofon nach dem 27:30 (17:13) im zweiten Vorrundenspiel. Der Isländer hatte beim Stand von 25:26 in der Schlussphase zu früh auf den Buzzer gedrückt, der Ausgleichstreffer durch Juri Knorr wurde deshalb aberkannt.

Textgröße ändern:

"Ich wollte das Timeout nehmen, wenn wir gerade vollzählig sind", erklärte Gislason, der nicht mehr damit gerechnet hatte, dass Knorr frei zum Wurf kommt: "Leider hat er das Tor gemacht, leider habe ich einen Bruchteil einer Sekunde zu früh gedrückt. Deswegen geht das natürlich auf meine Kappe."

Miro Schluroff nahm seinen Trainer in Schutz. "Das ist super unglücklich, passt ein bisschen zur zweiten Halbzeit. Kein Vorwurf an den Trainer, das kann immer passieren", sagte der Rückraumspieler.

Laut Johannes Golla war Gislasons Fehler auch kein Grund für die Niederlage. "Das Gleiche wie mit den Schiedsrichtern, auch daran hat es nicht gelegen", sagte der Kapitän. Es sei "ärgerlich, er hat sich direkt entschuldigt".

Nach dem Einbruch gegen die Serben steht die Auswahl des Deutschen Handballbunds (DHB) im Vorrundenfinale am Montag (20.30 Uhr/ZDF) massiv unter Druck, es droht das frühe Aus. "Natürlich müssen wir schnellstmöglich analysieren, was wir falsch gemacht haben", kündigte Gislason an: "Wir müssen das Spiel gegen Spanien gewinnen."

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Später Doppelschlag: Bayern im Halbfinale

Besser spät als nie: Mit einem Doppelschlag in den letzten zehn Minuten haben die Fußballerinnen des FC Bayern ihren Traum von einem Coup in der Champions League am Leben gehalten. Die Münchnerinnen gewannen im Viertelfinal-Rückspiel gegen Manchester United verdient mit 2:1 (0:1) - das reichte nach dem 3:2 im ersten Duell mit den Engländerinnen um Nationalspielerin Lea Schüller zum dritten Halbfinal-Einzug nach 2019 und 2021.

Der Weltmeister bleibt: Götze verlängert in Frankfurt

Der Weltmeister bleibt noch zwei Jahre: Mario Götze (33) hat seinen nach der Saison auslaufenden Vertrag bei Eintracht Frankfurt bis zum Sommer 2028 verlängert. Das gab der Tabellensiebte der Fußball-Bundesliga am Mittwoch bekannt. Unter dem neuen Trainer Albert Riera hat Götze allerdings einen schweren Stand.

Dzeko: Wohl keine OP, aber auch keine schnelle Rückkehr

Starstürmer Edin Dzeko hat nach seiner Schulterverletzung vorsichtig Entwarnung gegeben, wird Schalke 04 im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga aber vorerst fehlen. "Der Arm ist nicht so schlimm, eine Operation wird wahrscheinlich nicht nötig sein", sagte der Kapitän von Bosnien-Herzegowina am Mittwoch bei einer Pressekonferenz - um gleich noch eine vorsichtige Prognose hinterherzuschieben: "Ich hoffe, ich bin in einem Monat wieder dabei."

Österreicher Mitter neuer Skisprung-Bundestrainer

Der Österreicher Andreas Mitter wird neuer Bundestrainer der deutschen Skispringer. Der 44-Jährige folgt auf seinen Landsmann Stefan Horngacher, der nach sieben Jahren seinen Abschied verkündet hatte. "Ich freue mich sehr und möchte mein Know-how und meine Erfahrung einbringen", sagte Mitter, ehemaliger Cheftrainer in Finnland und seit 2023 Horngachers Assistent.

Textgröße ändern: