Deutsche Tageszeitung - Brand über Knorr: "Muss sich im Griff haben" 

Brand über Knorr: "Muss sich im Griff haben" 


Brand über Knorr: "Muss sich im Griff haben" 
Brand über Knorr: "Muss sich im Griff haben"  / Foto: © IMAGO/Jan Huebner/SID

Weltmeistertrainer Heiner Brand kann mit der Kritik von Juri Knorr wegen mangelnder Einsatzzeit bei der Handball-EM nicht viel anfangen. "Keiner hat den Anspruch auf Spielzeit", betonte der 73-Jährige im Sport1-Interview. Knorr setze im deutschen Nationalteam "sicherlich Akzente mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten, aber er macht auch Fehler. Insofern kann man nicht unbedingt Spielzeit beanspruchen."

Textgröße ändern:

Knorr hatte sich nach dem zweiten EM-Gruppenspiel gegen Serbien (27:30) am ARD-Mikrofon über seine Einsatzzeit beschwert und danach beim erfolgreichen Abschluss gegen Spanien (34:32) geglänzt. Bundestrainer Alfred Gislason wies anschließend auf sein gutes Verhältnis zu Knorr hin ("Habe überhaupt kein Problem mit ihm").

"Auch gegen Spanien waren immer wieder einfache Fehler dabei, die nicht notwendig sind", sagte aber Brand über die Leistung des DHB-Stars, "im Spiel gegen Serbien auch." Grundsätzlich müsse sich Knorr "im Griff haben - dass er kein zu großes Risiko eingeht, dass er nicht zu sehr meint, jede Entscheidung muss von ihm abhängen. Dann wird er sicherlich auch ein großer Faktor sein."

Wegen der deutschen Mannschaft macht sich der frühere Bundestrainer "zum jetzigen Zeitpunkt keine allzu großen Sorgen. Eigentlich muss mit dieser Mannschaft eine Medaille zu holen sein. Man muss immer Respekt vor jedem Gegner haben, aber in dieser Mannschaft stecken sehr große Möglichkeiten."

Beim Start in die Hauptrunde trifft das deutsche Team am Donnerstag (15.30 Uhr/ARD) in Herning/Dänemark auf Portugal.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Norwegens größter Erfolg: Haaland wirft Brasilien raus

Der unaufhaltsame Torgigant Erling Haaland hat die stolze Fußballnation Brasilien in tiefe Trauer gestürzt und Norwegens Nationalteam zum größten WM-Erfolg seiner Geschichte geführt. Durch das 2:1 (0:0) gegen den Rekordweltmeister erreichten die Skandinavier erstmals überhaupt das Viertelfinale und unterstrichen ihren Status als "Angstgegner" der Selecao.

Medien: Trump rief Infantino wegen Balogun-Sperre an

US-Präsident Donald Trump hat allem Anschein nach den Anstoß zur Begnadigung von US-Stürmer Folarin Balogun durch die FIFA gegeben. Wie die New York Times und die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf ungenannte Quellen berichten, rief das Staatsoberhaupt nach dem Spiel am vergangenen Mittwoch persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino an, um eine Überprüfung der Roten Karte für Balogun zu bitten.

Hurkacz gibt auf: Struff im Viertelfinale gegen Sinner

Jan-Lennard Struff hat nach seinem nächsten Comeback sensationell das Viertelfinale in Wimbledon erreicht. Der 36-Jährige profitierte beim Stand von 3:6, 6:7 (5:7), 7:6 (7:2), 7:5, 4:2 von der Aufgabe seines polnischen Gegners Hubert Hurkacz und zog erstmals bei einem Grand Slam in die Runde der letzten acht ein. Dort wartet nun der italienische Titelverteidiger Jannik Sinner.

Balogun-Sperre aufgehoben: Belgien prüft "alle Optionen"

Belgiens Fußballverband (RBFA) will gegen die aufgehobene Sperre gegen den Amerikaner Folarin Balogun vorgehen. Die RBFA prüfe "derzeit alle möglichen Optionen", hieß es in einer Stellungsnahme bei Instagram. Die Belgier verweisen vor allem auf Artikel 66.4 des FIFA-Disziplinarkatalogs, der eine Kehrtwende wie im Fall Balogun eigentlich verhindert.

Textgröße ändern: