Deutsche Tageszeitung - Viel K(r)ampf: HSV verpasst Derby-Revanche bei St. Pauli

Viel K(r)ampf: HSV verpasst Derby-Revanche bei St. Pauli


Viel K(r)ampf: HSV verpasst Derby-Revanche bei St. Pauli
Viel K(r)ampf: HSV verpasst Derby-Revanche bei St. Pauli / Foto: © IMAGO/SID

Revanche missglückt: Der Hamburger SV hat den ersehnten Prestigesieg im intensiven Stadtderby beim FC St. Pauli verpasst. Die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin kam am Freitagabend nach viel Kampf und Krampf nicht über ein 0:0 beim Erzrivalen hinaus, der HSV muss damit weiter auf den ersten Auswärtssieg in dieser Saison warten.

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Immerhin: Der HSV, der das Hinspiel im Volksparkstadion mit 0:2 verloren hatte, zog durch den Punktgewinn in der Tabelle zumindest vorübergehend an Werder Bremen, dem anderen großen Rivalen im Norden, vorbei und ist zunächst 13., den angestrebten schweren Schlag für St. Pauli im Kampf gegen den Abstieg gelang aber trotz aller Bemühungen nicht. Stattdessen verlassen die Kiezkicker von Trainer Alexander Blessin mindestens für knapp 24 Stunden den letzten Tabellenplatz und liegen nun auf dem Relegationsplatz - mit weiterhin fünf Punkten Rückstand auf den HSV.

"Ganz Deutschland guckt auf dieses Derby", hatte Blessin vor der Partie gesagt, doch wer auf einen fußballerischen Leckerbissen gehofft hatte, wurde erst einmal enttäuscht. Bei Eiseskälte war zunächst auf beiden Seiten Abtasten und bloß keinen Fehler machen angesagt, es kam außerdem zu vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Und der HSV musste nach einem harten Foul früh Angreifer Alexander Rössing-Lelesiit durch Fabio Baldé ersetzen.

Der HSV erarbeitete sich angetrieben von Spielmacher Fabio Vieira mit der Zeit ein kleines spielerisches Übergewicht, schaffte es aber auch nicht wirklich zwingend vor das Tor von St. Pauli, die Abwehr der Hausherren stand meist recht sicher und gut geordnet. Die 29.183 Zuschauer mussten tatsächlich bis in die Nachspielzeit der ersten Hälfte auf das erste Torschüsschen durch Baldé warten (45.+3).

Nach der Pause unterhielten sich die Fans erst einmal mit einer Pyro-Show selbst, auf dem Platz lebte die Partie weiter vor allem von der Derby-Atmosphäre. Nach einer Standardsituation wurde es dann aber doch plötzlich einmal gefährlich, der Kopfball von Luka Vuskovic war allerdings zu unplatziert (54.).

Die Zuschauer sahen eine alles andere als hochklassige Partie, doch die Spannung nahm von Minute zu Minute zu, beide Teams lauerten auf die eine große Gelegenheit und drängten nach vorne. St. Pauli vergab zwei große Chancen: Danel Sinani (79.) und Arkadiusz Pyrka (81.) scheiterten jeweils an Daniel Heuer Fernandes. Am Ende blieb der große Derby-Jubel aus.

(U.Beriyev--DTZ)

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