Deutsche Tageszeitung - Fliegender Prevc-Ski: Verband kündigt weiteren Protest an

Fliegender Prevc-Ski: Verband kündigt weiteren Protest an


Fliegender Prevc-Ski: Verband kündigt weiteren Protest an
Fliegender Prevc-Ski: Verband kündigt weiteren Protest an / Foto: © IMAGO / Revierfoto/SID

Das Drama um die verlorenen Ski von Domen Prevc bei der Skiflug-WM in Oberstdorf hat ein Nachspiel. Der slowenische Skiverband SZS kündigte einen weiteren Protest beim Weltverband FIS an. "Was oben auf der Schanze passiert ist, ist nicht im Sinne des Skispringens. Es muss sich etwas ändern", sagte SZS-Sportdirektor Gorazd Pogorelcnik bei TV Slovenia.

Textgröße ändern:

Laut Pogorelcnik ist unklar, warum sich die Ski des Weltmeisters selbständig machten und die Schanze herunterrutschen konnten. "Es gibt zwei Versionen. Laut der ersten lehnte Domen seine Ski an ein Zelt, wo sie wegrutschten. Später kam eine zweite hinzu. Einer der Vorspringer sah demnach einen freiwilligen Helfer, der sich mit einem Regenschirm umdrehte und die Ski berührte, die dann auf die Schanze rutschten", sagte Pogorelcnik. Ein Ski flog von der Schanze gut 50 Meter durch die Luft und stoppte erst im Auslauf. Getroffen wurde niemand.

Weil Prevc in der Folge zu spät sprungbereit war, durfte der Einzel-Weltmeister im ersten Durchgang nicht mehr antreten. Damit waren die Medaillenchancen von Titelverteidiger Slowenien im Teamwettbewerb dahin. Ein sofort eingereichter Protest der Slowenen wurde abgelehnt. "Die Abstimmung endete 1:3. Aber für uns ist die Sache damit noch nicht beendet", sagte Pogorelcnik.

Der neuerliche Protest werde zwar am Ergebnis nichts mehr ändern, soll aber die FIS zum Nachdenken bringen. "Es sollte sich etwas ändern. Es sollte Kameras rund um das Kontrollzelt geben, um genau zu sehen, was passiert ist, damit die Jury das Filmmaterial sehen kann", so Pogorelcnik.

Laut dem Funktionär hatte die Jury direkt nach dem Vorfall Videoaufnahmen von der fraglichen Szene angefordert. "Aber sie haben ein solches Video nicht bekommen. Wenn dies der Fall gewesen wäre, wäre die Entscheidung deutlich einfacher gewesen. So aber stand Aussage gegen Aussage", sagte Pogorelcnik.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Für 50 Millionen: Hoffenheimer Touré wechselt nach Newcastle

Bazoumana Touré sorgt bei Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim für eine Rekordeinnahme: Der 20 Jahre alte Ivorer wechselt nach seiner WM-Teilnahme in die Premier League zu Newcastle United. Die Engländer, Klub von Nationalstürmer Nick Woltemade, zahlen dem Vernehmen nach 50 Millionen Euro für den hochtalentierten Flügelspieler. Bisher war Joelinton der teuerste TSG-Transfer gewesen. Der Brasilianer war 2019 für 43,5 Millionen Euro ebenfalls von Newcastle verpflichtet worden.

106. Sieg: Djokovic zieht an Federer vorbei

Novak Djokovic hat das Viertelfinale von Wimbledon erreicht und abermals Tennisgeschichte geschrieben. Der serbische Grand-Slam-Rekordsieger gewann trotz einiger Probleme 7:6 (8:6), 6:3, 3:6, 6:3 gegen den stark aufspielenden russischen Qualifikanten Roman Safiullin. An der Church Road war es Djokovics 106. Sieg im Männer-Einzel, damit übernahm er die alleinige Führung vom achtmaligen Champion Roger Federer.

Machtdemonstration: Pogacar schenkt del Toro den Etappensieg

Titelverteidiger Tadej Pogacar hat beim ersten Schlagabtausch der Klassementfahrer bei der 113. Tour de France in einer Machtdemonstration seinem Edelhelfer Isaac del Toro den Sieg geschenkt. Nach dem empfindlichen Rückschlag zum Auftakt flog der Weltmeister beim stimmungsvollen Finale der zweiten Etappe den legendären Olympia-Berg Montjuic in Barcelona gemeinsam mit seinem Teamkollegen hinauf zum Doppelsieg - und gewährte del Toro die Vorfahrt.

"Endlich!" Leclerc gewinnt Spektakel - Antonelli punktlos

Das Wechselspiel geht weiter, der Titelkampf der Formel 1 spitzt sich zu: Charles Leclerc hat beim ereignisreichen Großen Preis von Großbritannien seinen ersten Saisonsieg eingefahren und ist damit der vierte Sieger in den vergangenen vier Rennen. Der Monegasse setzte sich in Silverstone vor Mercedes-Pilot George Russell und seinem Ferrari-Teamkollegen Lewis Hamilton durch. Weil WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli im anderen Silberpfeil spät mit einem technischen Defekt zurückfiel, nimmt das Titelrennen weiter Fahrt auf.

Textgröße ändern: