Deutsche Tageszeitung - Abstiegskandidat Mainz schockt Leipzig

Abstiegskandidat Mainz schockt Leipzig


Abstiegskandidat Mainz schockt Leipzig
Abstiegskandidat Mainz schockt Leipzig / Foto: © IMAGO/SID

Abstiegskandidat FSV Mainz 05 hat unter Trainer Urs Fischer zu neuer Stärke gefunden. Bei RB Leipzig gewannen die Mainzer überraschend mit 2:1 (1:1) und setzten damit ein wichtiges Ausrufezeichen im Abstiegskampf.

Textgröße ändern:

Der Aufwärtstrend unter Fischer hält somit weiter an. Mit drei Siegen aus den vergangenen vier Spielen liegen die Mainzer zumindest kurzzeitig nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Seit Fischers Amtsantritt mussten die Mainzer erst eine Niederlage einstecken - zwölf Punkte aus sieben Ligaspielen sind das Ergebnis.

Die Sachsen hingegen kassierten die vierte Niederlage in den vergangenen sieben Spielen und verpassten es, ihre Position im Rennen um die Champions League zu festigen. Am Sonntag kann der VfB Stuttgart Leipzig sogar von Platz vier verdrängen.

Conrad Harder (40.) brachte die Leipziger zunächst in Führung, Nadiem Amiri (40.+6) gelang per Foulelfmeter der Ausgleich. Der eingewechselte Winter-Neuzugang Silas (49.) drehte das Spiel nach einem schönen Sololauf.

Mainz erwischte den besseren Start in die Partie. RB verzettelte sich in der Anfangsphase zu häufig in den Offensivaktionen und brachte den Ball in den ersten 20 Minuten kaum gefährlich vor das gegnerische Tor. Früh folgte jedoch ein Rückschlag für die Gäste: Benedikt Hollerbach, der kurz zuvor noch die erste gefährliche Offensivaktion hatte, verletzte sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers. Der Stürmer fasste sich an den hinteren rechten Unterschenkel und wurde mit einer Trage vom Feld gebracht.

Auch die nächste gute Gelegenheit gehörte Mainz. Phillip Tietz kam völlig unbedrängt zum Kopfball, setzte den Ball jedoch Zentimeter neben das Leipziger Tor. Dann jubelte Leipzig wenig später erstmals: Aus dem Nichts bediente Antonio Nusa Stürmer Harder, der per Kopf traf.

Doch der Treffer wirkte bei den Sachsen nicht als Initialzündung. Im Gegenteil: Wie bereits beim Auswärtsspiel in St. Pauli verursachte Kapitän David Raum einen Foulelfmeter. Raum rutschte in Phillip Tietz hinein, Startelfrückkehrer Amiri verwandelte den Strafstoß souverän.

Auch die zweite Hälfte bestimmten die Gäste. Der für Hollerbach eingewechselte Silas traf kurz nach der Pause und drehte die Partie. Der FSV war die bessere Mannschaft, zudem war auch das Spielglück nicht auf Seiten der Sachsen. Yan Diomande bediente Romulo, dessen Abschluss jedoch an den Innenpfosten prallte und von dort in die Arme von Torhüter Daniel Batz sprang (62.).

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Drama in Berlin: Assefa verpasst Weltrekord

Nach Verletzungsproblemen auf den letzten Metern hat Tigst Assefa den Weltrekord beim Marathon in Berlin noch verpasst. Mit schmerzverzerrtem Gesicht quälte sich die Äthiopierin am Brandenburger Tor nach 2:11:04 Stunden zwar als Erste ins Ziel, verpasste die Bestmarke von Ruth Chepngetich (2:09:56) aus dem Jahr 2024 aber um mehr als eine Minute.

DOSB-Präsidentschaft: Weikert will sich zeitnah erklären

Nach der Kür des deutschen Olympiabewerbers steht beim DOSB in zehn Wochen bereits die nächste Zukunftsentscheidung an: Stellt sich Präsident Thomas Weikert, seit 2021 im Amt, noch einmal zur Wahl? "Ich werde mich in der nächsten Woche dazu äußern", sagte der 64-Jährige im ZDF-Sportstudio, seine Entscheidung habe er bereits getroffen.

MLS: Müller trifft, Whitecaps verspielen Sieg

Torschütze Thomas Müller hat mit den Vancouver Whitecaps in der nordamerikanischen Profiliga MLS einen Pflichtsieg im eigenen Stadion verpasst. Der Fußball-Weltmeister von 2014 erzielte beim 3:3 (2:1) gegen DC United seinen neunten Saisontreffer, in der Schlussphase kassierte Vancouver aber den Ausgleich.

Klopp streicht Schlotterbeck aus dem Kader

Jürgen Klopp hat Nico Schlotterbeck aus dem Kader für sein Heimdebüt als Bundestrainer gegen Griechenland am Abend (20.45 Uhr/ARD) in Augsburg gestrichen. Das geht aus der offiziellen Kaderliste der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hervor. Klopp hatte 24 Spieler für das zweite Nations-League-Spiel nominiert, erlaubt sind in der Nationenliga gemäß Regularien aber nur 20 Feldspieler plus drei Torhüter.

Textgröße ändern: