Deutsche Tageszeitung - Olympisches Feuer in Mailand und Cortina entzündet

Olympisches Feuer in Mailand und Cortina entzündet


Olympisches Feuer in Mailand und Cortina entzündet
Olympisches Feuer in Mailand und Cortina entzündet / Foto: © SID

Alberto Tomba, Deborah Compagnoni und Sofia Goggia haben das Olympische Feuer in Mailand und Cortina d'Ampezzo entzündet und damit für den Höhepunkt der Eröffnungsfeier der 25. Winterspiele gesorgt. Die italienischen Ski-Legenden waren am Freitag die letzten der offiziell 10.001 Fackelträgerinnen und -träger, sie entzündeten um 23.26 Uhr zwei Feuer: Tomba und Compagnoni taten dies auf dem Arco della Pace in Mailand, die noch aktive Goggia erfüllte die Aufgabe auf der Piazza Dibona in Cortina. Seit dem 26. November hatte die Flamme ihren Weg aus dem griechischen Ort Olympia zurückgelegt.

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Die Eröffnungsfeier bei den am weitesten verzweigten Olympischen Spielen der Geschichte fand an vier Orten gleichzeitig statt: Cortina, Predazzo, Livigno und Mailand, wo Staatspräsident Sergio Mattarella im San-Siro-Stadion im Beisein von zahlreichen Staatsgästen um Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry die Spiele um 22.51 Uhr eröffnete. Zuvor hatten Skispringerin Katharina Schmid in Predazzo und Eishockey-Star Leon Draisaitl in Mailand das deutsche Team als Fahnenträger angeführt.

"Das ist auf jeden Fall ein Moment, den ich niemals vergessen werde", sagte NHL-Star Draisaitl, für den es die ersten Olympischen Spiele sind: "Wahrscheinlich der größte Moment in meinem Leben bis jetzt. Ich freue mich auf die kommenden zwei Wochen." Schon die Feier sei eine "einmalige Erfahrung" gewesen, "ich fühle mich total geehrt, mit so vielen überragenden Athleten rauslaufen zu dürfen." Die Eindrücke "werden für immer bleiben", sagte auch Schmid, "leider war es ein bisschen zu kurz".

Um 20.00 Uhr hatte das Programm zur Eröffnung der 25. Winterspiele begonnen, die Hauptveranstaltung in Mailand zunächst mit spielerischen Ausflügen in Italiens Kunst- und Kulturgeschichte: In verschiedenen Tanzeinlagen wurden unter anderem das Werk des Bildhauers Antonio Canova, die Opern von Giuseppe Verdi und die Kunst von Michelangelo gewürdigt. Es ging auch um Mode, um Literatur, um das alte Rom und die italienische Küche - und bald schon stand Weltstar Mariah Carey auf der Bühne und sang "Volare".

Um 20.40 Uhr machten dann die Sportler aus Griechenland den Anfang, die deutschen Delegationen mussten sich in der Nationenparade ein wenig gedulden: Als 32. Team lief Deutschland ein, Draisaitl schwenkte um 21.18 Uhr mit konzentrierter Miene die Flagge. Vor den Augen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier waren nicht alle der insgesamt 185 aktiven Teammitglieder dabei. Es ist eine Rekordzahl für Deutschland bei Winterspielen, nach den 116 Wettbewerben bis zur Schlussfeier am 22. Februar soll am Ende ein Podestplatz im Medaillenspiegel stehen. 2022 in Peking hatte Deutschland mit zwölf Goldmedaillen Rang zwei hinter Norwegen belegt.

(I.Beryonev--DTZ)

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