Deutsche Tageszeitung - Medaille schon weg? Loch will "Kopf nicht in den Sand stecken"

Medaille schon weg? Loch will "Kopf nicht in den Sand stecken"


Medaille schon weg? Loch will "Kopf nicht in den Sand stecken"
Medaille schon weg? Loch will "Kopf nicht in den Sand stecken" / Foto: © SID

Felix Loch ging zu Fuß den Berg am Cortina Sliding Centre hinab und analysierte beim Videotelefonat mit Ehefrau Lisa und seinen Söhnen seinen gebrauchten Olympiatag. Die Marschroute für den Abend? "Jetzt geht es erst einmal ins Haus, wir werden uns ein Bierchen aufmachen und überlegen, was wir für morgen verändern", sagte der Rodel-Rekordweltmeister, dessen Traum von der dritten olympischen Goldmedaille im Einsitzer schon nach dem ersten Wettkampftag geplatzt zu sein scheint.

Textgröße ändern:

Nach zwei verkorksten Läufen in Cortina d'Ampezzo belegt Loch (36) nur den enttäuschenden achten Platz, der Rückstand auf den furiosen Weltmeister Max Langenhan beträgt fast eine Sekunde (+0,919). Auch das Podium ist fast sieben Zehntel entfernt. "Es wollte einfach nicht", sagte Loch, der Fehler beim Setup des Schlittens einräumte und sich in Zweckoptimismus übte: "Am Ende steckt man den Kopf nicht in den Sand."

Ähnlich enttäuscht wirkte auch Langenhan, obwohl der Thüringer (26) zwei Bahnrekorde ins Eis gezaubert hatte und nach dem Olympiasieg greift. Langenhan klagte über "ziemliche Nackenschmerzen", dazu nervten ihn die Startzeiten. Und Langenhan weiß um die Tücken des zweiten Wettkampftages: "Auf 3,6 Kilometern kann sehr viel passieren." Die Medaillen werden nach den abschließenden zwei Läufen am Sonntag (17.00, 18.34 Uhr/ZDF und Eurosport) vergeben.

Über den schwachen Tag von Loch zeigte sich Langenhan überrascht. "Ich glaube, er hat einfach Fehler gemacht", sagte der Weltmeister. Loch, nach einer starken Weltcup-Saison als Mitfavorit angetreten, hatte beim Start des ersten Laufes gepatzt. Nun droht dem Altmeister die dritte große Enttäuschung bei Olympischen Spielen in Folge.

2018 hatte er in Pyeongchang nach einem Fehler im vierten Lauf das sicher geglaubte Gold aus der Hand gegeben, vor vier Jahren in Peking landete er auf dem undankbaren vierten Rang. 2010 und 2014 hatte er im Einsitzer jeweils Gold gewonnen - ein weiteres wird wohl nicht hinzukommen.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Gewitter: FIFA verzichtet auf Verlegung von Mexiko-England

Der Fußball-Weltverband FIFA hat trotz Diskussionen auf eine Vorverlegung des WM-Achtelfinals zwischen Co-Gastgeber Mexiko und England in Mexiko-Stadt verzichtet. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Aufgrund des Risikos witterungsbedingter Störungen und Überschwemmungen hatte der Verband wohl diskutiert, die für Sonntag um 18 Uhr Ortszeit angesetzte Partie früher anpfeifen zu lassen.

Messi zittert sich weiter - und beendet Kap Verdes WM-Märchen

Der Weltmeister wackelte, aber er fiel nicht: Argentinien hat die wohl größte Blamage der WM-Geschichte nur mit riesiger Mühe verhindert - und Kap Verdes Märchen dramatisch beendet. Trotz zweimaliger Führung durch Lionel Messi (29.) und Lisandro Martinez (92.) musste die Albiceleste beim 3:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung gegen das Überraschungsteam lange zittern. Erst ein Eigentor von Diney Borges (111.) erlöste den Titelverteidiger und erzielte das Tor zum Einzug ins Achtelfinale. In Atlanta wartet am Dienstag (18.00 Uhr MESZ) Ägypten.

Klopp will Bundestrainer werden: "Ich bin bereit"

Jürgen Klopp will nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann Bundestrainer werden. "Das Timing ist auch jetzt nicht perfekt. Trotzdem ist es besser als es jemals war. Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt. Also ich bin bereit", sagte der Wunschkandidat des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitagabend bei MagentaTV.

Hochzeit des Jahres: Taylor Swift und Travis Kelce versetzen New York in Aufregung

Stars, Polizeiabsperrungen und euphorische Fans: Pop-Superstar Taylor Swift und Football-Profi Travis Kelce versetzen mit ihrer Promi-Hochzeit des Jahres nicht nur New York in Aufregung. Zu der Feier wurden am Freitagabend (Ortszeit, Samstagfrüh MESZ) in der Sport- und Konzertarena Madison Square Garden etwa tausend Gäste erwartet, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Dazu zählten Stars wie die Sänger Ed Sheeran und Selena Gomez.

Textgröße ändern: