Deutsche Tageszeitung - Unterstützung für Heraskewytsch: "Wäre fast ein Skandal"

Unterstützung für Heraskewytsch: "Wäre fast ein Skandal"


Unterstützung für Heraskewytsch: "Wäre fast ein Skandal"
Unterstützung für Heraskewytsch: "Wäre fast ein Skandal" / Foto: © SID

Der ukrainische Skeleton-Pilot Wladyslaw Heraskewytsch hat bei seinem Grundsatzstreit mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) prominente Unterstützung erhalten. "Ich kann ihn definitiv verstehen", sagte der dreimalige Rodel-Olympiasieger Felix Loch dem SID.

Textgröße ändern:

Heraskewytsch hatte am Dienstagabend bei einer Pressekonferenz unterstrichen, nicht nur wie bislang im Training, sondern auch im olympischen Wettkampf am Donnerstag und Freitag den Helm tragen zu wollen, auf dem Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind. Das IOC sieht darin einen Verstoß gegen Regel 50 der Olympischen Charta, die politische Botschaften auf dem Spielfeld ("field of play") untersagt.

"Da ist kein Text oder irgendwas mit dabei", sagte Loch und ergänzte, eine mögliche Disqualifikation seines Freundes, der 2022 mit Familie Loch Weihnachten gefeiert hatte, wäre "traurig" und "ein bisschen ein Skandal". Er hoffe, "dass es nicht so weit kommt", betonte Loch: "Ich drücke ihm die Daumen, dass er da ein gutes Ende hinbringt. Das ist glaube ich ganz, ganz wichtig für ihn und natürlich auch für sein Land."

Auch das ukrainische Box-Idol Wladimir Klitschko bezog eindeutig Position. "Das IOC möchte nicht, dass Sie dies sehen. Hier ist es also: ein Helm zu Ehren der ukrainischen Olympioniken, die bei der Verteidigung ihres Landes gegen die barbarische russische Invasion, die nun bereits in ihr fünftes Jahr geht, ums Leben gekommen sind", schrieb der frühere Schwergewichtsweltmeister bei X. Klitschko ergänzte, die Olympischen Spiele seien "schon immer politische Spiele" gewesen: "Bei den Olympischen Spielen 2022 bat China Putin, mit der Invasion der Ukraine bis nach Ende der Spiele zu warten. Beenden wir also diese Heuchelei."

Am 24. Februar 2022 startete Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der unvermindert anhält.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Zidane: Verletzter Mbappé verlässt Frankreichs Teamquartier

Superstar Kylian Mbappé (27) wird das Quartier der französischen Fußball-Nationalmannschaft nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung verlassen. Nationaltrainer Zinédine Zidane bestätigte nach dem Nations-League-Spiel in der Türkei (1:0), dass man "kein Risiko" eingehen wolle. Mbappé war kurz nach seinem Treffer (54.) mit Schmerzen im Knie ausgewechselt worden.

Italien verliert auch unter Mancini - Zidane startet mit Sieg

Heimpleite für Italiens Rückkehrer Roberto Mancini, Auswärtssieg für Frankreichs Neuling Zinédine Zidane: Die beiden Trainer-Ikonen sind grundverschieden in ihre neuen Jobs gestartet. Italien unterlag Belgien mit dem ebenfalls neuen Coach Mark van Bommel 0:2 (0:1) und liegt in der Gruppe A1 der Nations League zunächst hinter Frankreich. Die Équipe Tricolore gewann trotz Sorgen um Torschütze Kylian Mbappé 1:0 (0:0) in der Türkei.

Italien verliert auch unter Maldini - Zidane startet mit Sieg

Heimpleite für Italiens Rückkehrer Roberto Mancini, Auswärtssieg für Frankreichs Neuling Zinédine Zidane: Die beiden Trainer-Ikonen sind grundverschieden in ihre neuen Jobs gestartet. Italien unterlag Belgien mit dem ebenfalls neuen Coach Mark van Bommel 0:2 (0:1) und liegt in der Gruppe A1 der Nations League zunächst hinter Frankreich. Die Équipe Tricolore gewann trotz Sorgen um Torschütze Kylian Mbappé 1:0 (0:0) in der Türkei.

Klub-WM: Füchse Berlin erledigen erste Pflichtaufgabe

Die Handballer der Füchse Berlin sind erfolgreich in die Klub-WM gestartet. In Ägyptens Hauptstadt Kairo setzte sich der DHB-Pokalsieger am Freitag souverän mit 38:18 (20:11) gegen den kuwaitischen Außenseiter Burgan SC durch und erledigte damit seine Pflichtaufgabe vor dem wahrscheinlich vorentscheidenden Spiel der Gruppe B um den Einzug ins Finale.

Textgröße ändern: