HBL: Magdeburg kassiert in Kiel erste Saisonpleite
Der Nimbus der Unbesiegbarkeit ist Geschichte: Spitzenreiter SC Magdeburg hat am 21. Spieltag der Handball-Bundesliga seine erste Niederlage kassiert. Im Topspiel bei Pokalsieger THW Kiel verlor der Champions-League-Sieger 29:31 (12:10). Für das Team von Bennet Wiegert war es die erste Saisonpleite nach einer bisher makellosen Bilanz in der Liga und den Pokalwettbewerben. Meister Füchse Berlin profitiert von diesem Patzer.
Vor 10.285 Fans in Kiel waren die Torhüter des THW die auffälligsten Akteure. Nachdem Deutschlands Nationaltorhüter Andreas Wolff zunächst angeschlagen vom Feld musste, übernahm der Spanier Gonzalo Vargas auf beeindruckende Weise Verantwortung. Mit insgesamt acht Paraden in Hälfte eins entnervte er die Gäste, die zur Pause noch mit zwei Toren vorne lagen.
Angeführt vom deutschen EM-Silbermedaillengewinner Lukas Zerbe, der mit neun Treffern bester Werfer war, konnte Kiel die Partie drehen – getragen vom Spanier Vargas, der letztlich 14 Paraden verbuchte und das Aufbäumen vom SC zu verhindern wusste.
Mit dem jüngst als Welthandballer bestätigten Mathias Gidsel in ihren Reihen gewannen derweil die Füchse mit 37:32 (13:16) gegen den TVB Stuttgart dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang.
Der dänische Europameister Lasse Andersson und Tim Freihöfer waren mit jeweils acht Treffern die besten Werfer der Berliner. Gidsel traf sieben seiner elf Versuche beim wettbewerbsübergreifend achten Sieg in Folge. Noch am Freitag war er zum dritten Mal in Folge vom Weltverband als Welthandballer bestätigt worden. Der Hauptstadtklub rückte damit auf vier Punkte an die Magdeburger heran, hat aber auch ein Spiel mehr absolviert.
Stuttgart hatte nach einer von Führungswechseln geprägten ersten Halbzeit einen Drei-Tore-Vorsprung mit in den zweiten Durchgang genommen, mit einem 5:1-Lauf drehten die Füchse die Partie aber umgehend. Die Füchse konnten durch den wettbewerbsübergreifend achten Sieg in Serie damit auch dem Druck der hartnäckigen Konkurrenten standhalten.
Die Verfolger SG Flensburg-Handewitt und TBV Lemgo Lippe entschieden ihre Spiele ebenfalls für sich. Nach der jüngsten Niederlage in Magdeburg gewann Lemgo souverän mit 27:21 (13:11) gegen den HC Erlangen. Flensburg entschied das Duell der Nordklubs beim HSV Hamburg mit 38:35 (20:14) für sich.
(V.Varonivska--DTZ)