Deutsche Tageszeitung - DEB-Auswahl kassiert deutliche Pleite gegen die USA

DEB-Auswahl kassiert deutliche Pleite gegen die USA


DEB-Auswahl kassiert deutliche Pleite gegen die USA
DEB-Auswahl kassiert deutliche Pleite gegen die USA / Foto: © SID

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat im Offensivwirbel der USA ihre Grenzen aufgezeigt bekommen und den direkten Einzug ins Olympia-Viertelfinale klar verpasst. Beim 1:5 (0:1, 0:2, 1:2) gegen den Mitfavoriten kamen Kapitän Leon Draisaitl und seine Mitspieler kaum zu eigenen Chancen, stemmten sich aber immerhin tapfer und diszipliniert gegen eine noch höhere Niederlage.

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Eine Überraschung war jedoch meilenweit entfernt, somit muss Deutschland in die Qualifikation. Dort geht es am Dienstag gegen Frankreich, ein Gegner, der eher zur Kragenweite passt. Der Traum von einer Medaille lebt - trotz einer ernüchternden Vorrunde mit nur einem Sieg aus drei Spielen.

Gegen die USA sahen die zahlreichen deutschen Fans - darunter Boris Becker, den es in seiner Wahlheimat Mailand in die Santagiulia Arena gezogen hatte - eine einseitige Partie, in der die Hockeystars der USA bisweilen nur das Nötigste taten. Das war aber oft zu schnell, zu intensiv für die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis. Die NHL-Reihe um Draisaitl kämpfte um jeden Puck, doch das kostete Kraft.

Zach Werenski (20.), Auston Matthews (24./47.), Brock Faber (38.) und Tage Thompson (42.) trafen für das US-Team, das um den ersten Olympiasieg seit dem "Wunder von Lake Placid" 1980 spielt. NHL-Profi Tim Stützle (52.) war dann im Schlussdrittel noch für Deutschland erfolgreich, es war bereits sein vierter Treffer im Turnier.

Draisaitl, einer der Superstars der NHL, kam zu keinem einzigen Torschuss. "Die kommen mit so viel Tempo raus", sagte Stürmer John-Jason Peterka schon während der Partie im ZDF. Deutschland fehlte dagegen die Leichtigkeit.

Dabei war Platz zwei hinter den USA schon im ersten Drittel gesichert, weil Dänemark gegen Lettland (4:2) Schützenhilfe leistete. Es ging somit um den Gruppensieg, der den direkten Einzug ins Viertelfinale garantierte. Doch bald zeigte sich, wie weit diese DEB-Auswahl, für einige Experten die beste der Geschichte, von der absoluten Weltspitze entfernt ist.

In den Mittelpunkt rückte schnell Maximilian Franzreb von den Adlern Mannheim, der nach den Spielen gegen Dänemark (3:1) und Lettland (3:4) für NHL-Goalie Philipp Grubauer ins Tor gekommen war. Erst acht Sekunden vor der Schlusssirene des ersten Drittels musste er sich erstmals geschlagen geben, das 0:2 fiel früh im zweiten Abschnitt in Unterzahl. Beim dritten Tor der USA sah Franzreb schlecht aus.

Während Draisaitl offensiv weiter kaum stattfand, bewiesen immerhin Stützle und Peterka ihre Offensivqualitäten, die beide in der NHL häufig zur Schau stellen. Der vierte und fünfte Treffer der USA sorgten aber für Ernüchterung - auf den Rängen und auf dem Eis.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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