Deutsche Tageszeitung - Medaillentraum erfüllt: Hase/Volodin holen Bronze im Paarlauf

Medaillentraum erfüllt: Hase/Volodin holen Bronze im Paarlauf


Medaillentraum erfüllt: Hase/Volodin holen Bronze im Paarlauf
Medaillentraum erfüllt: Hase/Volodin holen Bronze im Paarlauf / Foto: © SID

Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin haben bei den Olympischen Winterspielen in Mailand die Bronzemedaille gewonnen. Acht Jahre nach dem Olympiasieg von Aljona Savchenko/Bruno Massot kam das Top-Duo der Deutschen Eislauf-Union (DEU) nach einer nicht ganz fehlerlosen Kür auf 219,09 Punkte und musste sich damit den überragenden japanischen Weltmeistern Riku Miura/Ryuichi Kihara (231,24) und Anastassia Metelkina/Luka Berulawa aus Georgien (221,75) geschlagen geben.

Textgröße ändern:

Hase/Volodin waren nach dem Kurzprogramm (80,01) als Führende in die Entscheidung gestartet - patzten aber in der Kür. Zuvor waren Miura/Kihara ein herausragender Vortrag gelungen, auch die georgischen Europameister schoben sich noch vor die Vize-Weltmeister. Das zweite Berliner Duo Annika Hocke/Robert Kunkel lief mit Saisonbestleistung auf Rang zehn (194,11).

Mit der Medaille erfüllt sich für Hase/Volodin dennoch ein Traum. Allen voran Hase hatte damit kaum rechnen können, als sie 2022 in Peking mit ihrem früheren Lauf-Partner Nolan Seegert Letzte nach der Kür geworden war. Vor drei Jahren knüpfte Chefcoach Dmitri Savin, ein russischer Paarlaufspezialist, den Kontakt zum aus Sankt Petersburg stammenden Volodin. Es sollte der Startschuss in eine Erfolgsgeschichte werden.

Die fantastische Ausgangsposition hatten sich die Berliner am Sonntagabend mit einem Weltklasse-Kurzprogramm gesichert. 80,01 Punkte, persönliche Bestleistung, Platz eins - Hase und Volodin, seit August 2025 deutscher Staatsbürger, waren optimal in den Wettkampf gestartet. "Sehr glücklich" waren sie hinterher gewesen, verriet Hase, die "großen Emotionen" sparten sie sich aber für das Finale auf.

Mit 4,55 Punkten war der Vorsprung auf die zweitplatzierten Georgier schließlich nicht groß genug - und vor allem Miura/Kihara legten mit einer Weltklasse-Kür vor. Hase/Volodin, die bei der EM im Januar geschwächelt hatten, brauchten zur Musik von Max Richter erneut eine persönliche Bestleistung für Gold - Fehler von Hase beim doppelten Axel und beim Salchow machten diesen Traum zunichte.

Hocke/Kunkel hatten mit der Entscheidung erwartungsgemäß nichts zu tun. Trotzdem genossen die ehemaligen EM-Dritten ihren Auftritt nach dem frustrierenden Ergebnis im Kurzprogramm (67,52) in vollen Zügen. "Wir sind super glücklich", sagte Hocke nach der sauberen Kür zur Musik von Meatloaf ("I'd Do Anything for Love"), konnte aber auch ihren Ärger über die wie schon am Sonntag fragwürdige Juryentscheidung nicht verstecken: "Es ist immer ein bisschen schwer, wenn der Moment so ein bisschen weggenommen wird."

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Kane über neuen Bayern-Vertrag: "Sind nah dran"

Stürmerstar Harry Kane und Bayern München haben bei ihren Verhandlungen über einen neuen Vertrag offenbar einen Durchbruch erzielt. "Wir sind ziemlich nah dran. Ich fühle mich dort wohl. Es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis es eine Verkündung geben wird", sagte der 33-Jährige laut übereinstimmenden Berichten im Camp der englischen Nationalmannschaft. Zuletzt war der Kapitän der Three Lions nicht von einer schnellen Einigung ausgegangen.

Wolfsburg auf Achtelfinal-Kurs - Eintracht mit Mühe

Nach dem Verpassen der Champions League haben die Fußballerinnen vom VfL Wolfsburg im Europa Cup Kurs auf das Achtelfinale genommen. Während sich Eintracht Frankfurt bei FH Hafnarfjördur nur zu einem 1:0 (0:0) mühte, setzten sich die Wölfinnen im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde zu Hause deutlich mit 6:1 (4:0) gegen Sturm Graz durch.

DHB-Pokal: Flensburg wackelt in Lübeck mächtig

Bundesliga-Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt hat in der zweiten Runde des deutschen Handball-Pokals mit viel Mühe eine Blamage vermieden und sich beim Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau ins Achtelfinale gerettet. Der viermalige Cup-Gewinner besiegte in der Hansehalle den überraschend starken Außenseiter 38:35 (16:19), nachdem Flensburg noch weit in der zweiten Halbzeit mit drei Toren zurückgelegen hatte.

Eintracht-Frauen mit Mühe auf Island

Nach dem Verpassen der Champions League haben die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt im Europa Cup einen holprigen Start auf dem Weg ins Achtelfinale hingelegt. Im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde mühte sich die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis beim isländischen Tabellenführer FH Hafnarfjördur zu einem 1:0 (0:0), der entscheidende Treffer gelang Rebecka Blomqvist (60.) per Foulelfmeter.

Textgröße ändern: