Deutsche Tageszeitung - Italien kritisiert Russen-Teilnahme bei den Paralympics

Italien kritisiert Russen-Teilnahme bei den Paralympics


Italien kritisiert Russen-Teilnahme bei den Paralympics
Italien kritisiert Russen-Teilnahme bei den Paralympics / Foto: © SID

Gastgeber Italien sieht den Paralympics-Start russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge äußerst kritisch. Die italienische Regierung drücke ihre "entschiedene Ablehnung" aus, hieß es in einem gemeinsamen Schreiben von Außenminister Antonio Tajani und Sportminister Andrea Abodi: "Die anhaltende Verletzung der Waffenruhe sowie der olympischen und paralympischen Ideale durch Russland, unterstützt von Belarus, ist mit der Teilnahme ihrer Athleten an den Spielen unvereinbar - es sei denn als neutrale Einzelsportler."

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Sechs russische und vier belarussische Sportlerinnen und Sportler waren am Dienstag bei der Vergabe sogenannter Bipartite-Plätze für die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 15. Mai) zugelassen worden. Da die Generalversammlung des IPC Ende September vergangenen Jahres die Suspendierung der beiden Nationen überraschend aufgehoben hatte, dürfen sie unter eigener Flagge samt Vorführung nationaler Embleme sowie Abspielen der eigenen Hymne antreten.

Bereits am Mittwoch hatten Regierungsvertreter der Ukraine deshalb einen Boykott angekündigt. "Wir werden nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Wir werden an keinen anderen offiziellen paralympischen Veranstaltungen mitwirken", kündigte Sportminister Matwiy Bidny in Sozialen Medien an. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha rief andere Länder zudem dazu auf, der Eröffnungsfeier fernzubleiben.

Am Donnerstag kündigte Polen an, dass aus Protest keine Regierungsvertreter an der Eröffnungsfeier der Spiele am 6. März teilnehmen werden. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hatte die Rückkehr von Russland und Belarus unter eigener Flagge wiederholt kritisiert, auch aus Sportlerkreisen gibt es kritische Stimmen.

(W.Budayev--DTZ)

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