Deutsche Tageszeitung - Duell der Erzrivalen: Kanada und USA im Eishockey-Finale

Duell der Erzrivalen: Kanada und USA im Eishockey-Finale


Duell der Erzrivalen: Kanada und USA im Eishockey-Finale
Duell der Erzrivalen: Kanada und USA im Eishockey-Finale / Foto: © SID

Das Traumfinale ist perfekt: Die Erzrivalen Kanada und USA spielen beim Eishockey-Turnier der Olympischen Winterspiele in Mailand um die prestigeträchtige Goldmedaille. Rekordchampion Kanada um Superstar Connor McDavid und den verletzten Kapitän Sidney Crosby gewann im Halbfinale nach einem späten Comeback mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) gegen Peking-Olympiasieger Finnland, die US-Amerikaner folgten mit einem 6:2 (2:0, 3:0, 1:1) gegen Deutschland-Schreck Slowakei.

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Das Eishockey-Finale ist traditionell die letzte Entscheidung der Winterspiele. Das Auftaktbully fällt knapp sechs Stunden vor Beginn der Schlussfeier am Sonntag um 14.10 Uhr (ZDF und Eurosport).

Das Prestigeduell der Nordamerikaner drohte zunächst zu platzen, die Kanadier legten einen Fehlstart in ihre Partie hin. Finnlands Top-Star Mikko Rantanen (17.) nutzte ein Powerplay zur Führung, Erik Haula (24.) erhöhte in Unterzahl. Sam Reinhart (35.), Shea Theodore (51.) und Nathan MacKinnon (60.) drehten das Spiel für den Gold-Favoriten aber noch - letztlich verdient.

Die USA ließen dagegen keine Zweifel aufkommen. Dylan Larkin (5.) und Tage Thompson (20.) legten früh den Grundstein für den Finaleinzug, Jack Hughes (33./39.), Jack Eichel (33.) und Brady Tkachuk (51.) schossen den Kantersieg heraus.

Juraj Slafkovsky (45.) und Pavol Regenda (54.) trafen für die Slowakei. Der Peking-Dritte, der die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) um Top-Stürmer Leon Draisaitl am Mittwoch im Viertelfinale (6:2) ausgeschaltet hatten, spielt am Samstag (20.40 Uhr) gegen Finnland erneut um Bronze.

Die Kanadier kämpfen bei den Männern um ihre 15. Goldmedaille im Eishockey und die erste seit Sotschi 2014. Die USA warten seit 1980, als sie beim "Miracle on Ice" sensationell die Sowjetunion besiegt hatten, auf ihren dritten Olympiasieg. Letztmals im Finale standen sie 2010 in Vancouver.

Damals schoss Crosby Kanadas Siegtreffer in der Overtime. Für den ersten Punktsieg in Mailand hatten am Donnerstag die US-Frauen beim Finalsieg über Kanada (2:1 n.V.) gesorgt.

Eine schlechte Nachricht mussten die Kanadier vor dem Warmmachen verkraften: Crosby, Olympiasieger von 2010 und 2014, war nach seiner Verletzung im Viertelfinale gegen Tschechien (4:3 n.V.) nicht rechtzeitig fit geworden. Ein Einsatz im Finale ist unklar.

Doch auch ohne den 38-Jährigen fehlt es Kanada nicht an Starpower im Angriff. Die USA halten vor allem mit Connor Hellebuyck, dem besten Torhüter der Welt, und einer herausragenden wie offensivstarken Verteidigung dagegen.

(P.Tomczyk--DTZ)

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