Deutsche Tageszeitung - Showdown im Eishockey: "Das Beste vom Besten"

Showdown im Eishockey: "Das Beste vom Besten"


Showdown im Eishockey: "Das Beste vom Besten"
Showdown im Eishockey: "Das Beste vom Besten" / Foto: © POOL/SID

Der Eishockey-Showdown bei den Olympischen Winterspielen elektrisiert Kanada und die USA bis in die allerletzten Haarspitzen. "Es wird nicht einen Fernseher geben, der nicht eingeschaltet ist", sagte US-Star Matthew Tkachuk nach dem souveränen Halbfinalsieg der Amerikaner gegen die Slowakei (6:2) am späten Freitagabend: "Es ist das Beste vom Besten, das, womit jeder Amerikaner und Kanadier aufgewachsen ist. Mehr geht nicht!"

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Tkachuks Teamkollege Dylan Larkin sprach bereits von einer "Schlacht für die Geschichtsbücher", Jack Eichel über die besondere "Größe" des Moments: "Es ist ein paar Tage her, dass die USA ein solches Turnier gewonnen haben." 46 Jahre, um genau zu sein - das "Miracle on Ice" gegen die Sowjetunion 1980 ist eine der großen Legenden des US-Sports, danach sicherte das Team von Herb Brooks durch ein 4:2 gegen Finnland Gold.

Im Olympiafinale standen die Amerikaner seit 2010 nicht mehr, damals traf Sidney Crosby in Vancouver für Kanada in der Overtime zum Sieg. Der Superstar ist heute immer noch dabei, fehlte aber beim 3:2 im dramatischen Halbfinale gegen den Peking-Olympiasieger Finnland verletzt. Sein Einsatz im Endspiel ist offen.

Das Halbfinale hat das Land schwer mitgenommen. "Kanada hat keine Fingernägel mehr, an denen es noch kauen könnte", stellte die Zeitung Vancouver Sun nach dem Krimi fest. Finnland hatte 2:0 geführt, Nathan MacKinnon krönte das späte Comeback in der letzten Minute mit dem 3:2. Kanada ist Olympiasieger von 2002, 2010 und 2014, wirkt nun aber angreifbar.

Bei den Frauen hatten sich in Mailand im Endspiel die USA in der Verlängerung durchgesetzt. Das Eishockey-Finale der Männer ist traditionell die letzte Entscheidung der Winterspiele. Das erste Bully fällt knapp sechs Stunden vor Beginn der Schlussfeier: am Sonntag um 14.10 Uhr (ZDF und Eurosport).

Besondere Brisanz erhält das auch politisch aufgeladene Duell durch die Vorkommnisse bei einem Vier-Nationen-Turnier im vergangenen Februar. In den ersten neun Sekunden des Spiels in Montreal gab es gleich drei wilde Schlägereien, die US-Hymne wurde ausgebuht.

(L.Svenson--DTZ)

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