Deutsche Tageszeitung - Hennig Dotzler nach "Ski-Diebstahl" Neunte - Andersson siegt

Hennig Dotzler nach "Ski-Diebstahl" Neunte - Andersson siegt


Hennig Dotzler nach "Ski-Diebstahl" Neunte - Andersson siegt
Hennig Dotzler nach "Ski-Diebstahl" Neunte - Andersson siegt / Foto: © SID

Skilangläuferin Katharina Hennig Dotzler hat sich trotz eines "Ski-Diebstahls" mit einer Top-10-Platzierung von der olympischen Bühne verabschiedet. Die 29-Jährige belegte im erstmals ausgetragenen "Marathon" über 50 Kilometer den achtbaren neunten Rang. Das erste Gold ihrer Karriere holte Ebba Andersson, die Schwedin siegte acht Tage nach ihrem spektakulären Sturz in der Staffel klar vor Heidi Weng (Norwegen) und der Schweizerin Nadja Kälin.

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Teamsprint-Olympiasiegerin Hennig Dotzler lag bei der Olympia-Premiere der umstrittenen Distanz nach 2:25:16 Stunden fast neun Minuten hinter Andersson. Kurios: Die Russin Darja Neprjajewa hatte beim Skiwechsel nach knapp der Hälfte der Distanz versehentlich die Ski der einzigen deutschen Starterin genommen. Der Vorfall hatte aber keine entscheidende Auswirkung auf den Rennausgang, die DSV-Techniker bereiteten in Windeseile neue Ski vor.

"Sowas habe ich auch noch nicht erlebt. Das lässt den Puls höher schlagen", sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder im ZDF: "Das war, wie wenn in der Formel 1 der Ferrari in der Boxengasse zu McLaren fährt."

Nicht zu schlagen war Andersson, die nach dreimal Silber binnen einer Woche erstmals ganz oben auf dem Treppchen stand. Die 28-Jährige setzte nach 30 Kilometern die entscheidende Attacke und lag im Ziel 2:15,3 Minuten vor Weng und sogar 6:41,5 vor Kälin. Andersson profitierte auch von einem Startverzicht ihrer erkrankten Teamkollegin Frida Karlsson.

Erstmals in der Olympia-Geschichte liefen die Frauen 50 statt 30 km, der Weltverband FIS hatte zur Saison 2024/25 die Distanzen für Männer und Frauen angeglichen. Das sorgte auch für Kritik. "Die Streckenanpassungen haben für mich nichts mit Gleichberechtigung zu tun", hatte Hennig Dotzler im Vorfeld gesagt. Auch Schlickenrieder meinte: "Das hat sich irgendein Schlaumeier einfallen lassen. Am Ende des Tages gewinnt nach 30 km die, die auch nach 50 km gewinnt."

(M.Dorokhin--DTZ)

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