Deutsche Tageszeitung - Werder taumelt: St. Pauli gewinnt umkämpftes Kellerduell

Werder taumelt: St. Pauli gewinnt umkämpftes Kellerduell


Werder taumelt: St. Pauli gewinnt umkämpftes Kellerduell
Werder taumelt: St. Pauli gewinnt umkämpftes Kellerduell / Foto: © IMAGO/SID

Der Kiez bebt: Der FC St. Pauli hat den umkämpften Kellerkracher gegen Werder Bremen für sich entschieden und den taumelnden Konkurrenten auf einen direkten Abstiegsplatz gedrückt. Die Hamburger setzten sich am Sonntag in einer selten hochklassigen Partie mit 2:1 (0:0) gegen die nun 13 Spiele erfolglosen Bremer um Coach Daniel Thioune durch und schoben sich vorbei auf den Relegationsplatz 16.

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Verteidiger Hauke Wahl traf für die Hausherren in der zweiten Hälfte per Kopf zur Führung - Werders Torhüter Mio Backhaus sah dabei gar nicht gut aus (55.). Der Ball rutschte dem 21-Jährigen durch die Finger. Sieben Minuten später machte allerdings auch Nikola Vasilj in St. Paulis Kasten eine unglückliche Figur und der eingewechselte Jovan Milosevic glich aus kurzer Distanz aus (62.). Joel Fujita sorgte dann erneut für großen Jubel bei den Gastgebern (70.).

Die Bremer warten dagegen seit November auf einen Sieg und finden auch nach der Trennung von Horst Steffen weiter keinen Ausweg aus dem Negativlauf. Die Situation ist enorm gefährlich für den Traditionsklub.

Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntorstadion zeigte der erste Durchgang anschaulich, weshalb beide Mannschaften zu den offensiv schwächsten der Liga gehören. Der Wille war da, doch es blieb viel Stückwerk. Im der zweiten Halbzeit nahmen dann die Torraumszenen und damit auch die Spannung deutlich zu.

Die Bedeutung der Partie hatten beide Trainer im Vorlauf betont, schon ein Blick auf die Tabelle reichte. "Es werden immer weniger Spiele, deswegen brauchen wir die Punkte", sagte St. Paulis Trainer Alexander Blessin vor dem Anpfiff bei DAZN.

Der Start war dann durchaus vielversprechend: Keine Minute war gespielt, da enteilte Werder-Angreifer Marco Grüll erstmals der Defensive der Gastgeber, konnte den Ball aber bedrängt vor St. Paulis Keeper Vasilj letztlich nicht kontrollieren. Thioune, der mehr "Schärfe" in beiden Strafräumen gefordert hatte, sah in den Folgeminuten stärker werdende Hausherren.

St. Pauli fand in seine Struktur und setzte nach einer ersten Chance durch Martijn Kaars (10.) nach, wurde aber nicht wirklich gefährlich. Die nächste Gelegenheit gehörte entsprechend den Grün-Weißen, Jens Stage brachte den Ball nach einer Ecke aber nicht auf das Tor. (32.).

Nach dem Seitenwechsel meldete sich wieder Bremen zuerst an, diesmal per Schlenzer von Samuel Mbangula (50.). Beide Teams fanden nun den Weg in die Strafräume - St. Pauli war dabei zunächst erfolgreicher. Thioune versuchte alles, brachte auch noch Joker Keke Topp - doch der Ausgleich gelang Werder nicht mehr.

(O.Zhukova--DTZ)

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