Deutsche Tageszeitung - Norwegisches Fußballmärchen: Auch Klopp schwärmt

Norwegisches Fußballmärchen: Auch Klopp schwärmt


Norwegisches Fußballmärchen: Auch Klopp schwärmt
Norwegisches Fußballmärchen: Auch Klopp schwärmt / Foto: © IMAGO/Future Image/SID

Die märchenhafte Story des FK Bodö/Glimt weckt in Jürgen Klopp den Fußballromantiker. "Es ist so schön, dass solche Dinge möglich sind", sagte der frühere Startrainer und jetzige Head of Global Soccer bei Red Bull dem norwegischen Fernsehsender TV2 und fragte: "Was machen die denn da? Das ist ja der Wahnsinn! Unglaublich!"

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In der Tat: Der viermalige norwegische Meister hat in der Champions League schon Manchester City sowie Atlético Madrid geschlagen und schickt sich an, Vorjahresfinalist Inter Mailand aus dem Wettbewerb zu werfen. Der krasse Außenseiter geht mit einem 3:1-Vorsprung in das Play-off-Rückspiel am Dienstag (21.00 Uhr/DAZN) in Italien.

"Niemand hatte geglaubt, dass sie es auch nur in die Ligaphase schaffen würden", sagte Klopp, "und die meisten dachten wohl, was sie dort erreicht haben, sei schon ein Riesenerfolg, aber dann sei Schluss. Und jetzt? Sie machen einfach weiter!"

Auch bei Inter? "Sie haben eine große Chance, sind in einer fantastischen Situation", meinte Klopp. Was ihn besonders begeistere sei die Tatsache, dass Bodö in der heimischen Liga seit Ende November kein Spiel mehr bestritten hat - die neue Saison in Norwegen beginnt erst am 15. März. "Unglaublich, fantastisch", schwärmte Klopp.

Er habe sogar schon versucht, mit Trainer Kjetil Knutsen Kontakt aufzunehmen, um mehr über dessen Methoden zu erfahren, "weil ich nicht verstehe, was sie tun". Die Art des Fußballs begreife er, "das ist schon sehr gut, aber das ganze Projekt ist super interessant".

Mehr als 3000 der rund 44.000 Einwohner begleiten ihre Helden ins legendäre Meazza-Stadion und hoffen auf die Sensation. Ob es klappt? Klopp hält es für möglich. "Sie haben jetzt das Gefühl bekommen, dass sie in jeder Runde eine Chance haben. Wenn man das laut ausspricht, klingt es verrückt. Aber das sind Fakten."

(V.Korablyov--DTZ)

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