Deutsche Tageszeitung - Nach Trennung von Rapp: Walter neuer Trainer in Kiel

Nach Trennung von Rapp: Walter neuer Trainer in Kiel


Nach Trennung von Rapp: Walter neuer Trainer in Kiel
Nach Trennung von Rapp: Walter neuer Trainer in Kiel / Foto: © IMAGO/Focus Images/SID

Tim Walter kehrt als Trainer zu Holstein Kiel zurück. Dies teilte der Fußball-Zweitligist, der zuvor die Trennung von Marcel Rapp verkündet hatte, am Dienstag mit. Für Walter ist es nach der Saison 2018/19 die zweite Amtszeit als Coach der KSV. Der frühere Trainer des Hamburger SV, der zuletzt in England bei Hull City tätig war, wird am Mittwoch erstmals das Mannschaftstraining leiten.

Textgröße ändern:

Walter soll den Bundesliga-Absteiger vor dem Absturz in die Drittklassigkeit bewahren. Holstein reagierte mit der Veränderung auf die sportliche Talfahrt mit fünf Pflichtspielniederlagen in Folge. Aktuell belegt der Klub Rang 14 und liegt nur noch einen Punkt vor dem Relegationsrang.

Am Vormittag hatte Holstein die Trennung von Rapp verkündet. Die Entscheidung sei "gemeinsam und einvernehmlich" getroffen worden, "um einen neuen Impuls auf der Trainerposition zu setzen", hieß es in der Vereinsmitteilung. Rapp hatte die Kieler als Nachfolger von Ole Werner im Oktober 2021 übernommen und den Klub 2024 als ersten Verein aus Schleswig-Holstein überhaupt in die Bundesliga geführt. Nun musste er nach viereinhalb Jahren und 160 Pflichtspielen als Holstein-Coach wie Co-Trainer Alexander Hahn gehen.

"Nach dem Umbruch im Sommer befanden wir uns in einem anspruchsvollen, aber aus meiner Sicht sehr gut geplanten Entwicklungsprozess. Ich bin überzeugt, dass wir die sportlichen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich gemeistert und die Saison stabil gestaltet hätten", wird Rapp in der Klubmitteilung zitiert: "Ich respektiere die Entscheidung des Vereins und gehe meinen Weg mit voller Energie weiter."

Die Verantwortlichen sehen in einem Trainerwechsel dagegen "einen notwendigen Schritt, um damit neue Energien freizusetzen". Nach eingehender Analyse der sportlichen Entwicklung und intensiven Gesprächen mit seinen Präsidiumskollegen und dem Aufsichtsrat sei man laut Sport-Geschäftsführer Olaf Rebbe "zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine Veränderung braucht".

Walter trifft nun am Samstag (13.00 Uhr/Sky) mit den Kielern auf den Dritten SV Elversberg, eine Woche später geht es zum Tabellenzweiten Darmstadt 98.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Infantino zeigt sich offen für Dialog über Reformen

FIFA-Präsident Gianni Infantino gibt im Kampf um seinen Job weiterhin nicht auf und signalisiert Offenheit für einen Dialog über Reformen. Der massiv in die Kritik geratene Boss des Fußball-Weltverbandes schickte am Montag an die 211 Mitgliedsverbände ein entsprechendes Schreiben, das unter anderem der Nachrichtenagentur AFP und dem Portal The Athletic vorliegt. Darin schlägt er eine "Konsultation" mit den Mitgliedsverbänden vor, um die Entscheidungsprozesse der in der Krise steckenden FIFA zu reformieren.

Werder-Frauen verpassen vierten Sieg

Aufsteiger VfB Stuttgart sorgt in der Frauen-Bundesliga weiter für Furore. Das Team von Trainer Nico Schneck erkämpfte sich zum Abschluss des fünften Spieltags ein 1:1 (0:1) bei Werder Bremen und festigte mit acht Punkten seinen Platz im Tabellenmittelfeld. Werder verpasste den vierten Saisonsieg und verlor den direkten Kontakt zu den Spitzenklubs.

Bauchmuskelzerrung: Gruda verpasst Länderspiele

Offensivspieler Brajan Gruda muss wegen einer Bauchmuskelzerrung auf seine Reise zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft verzichten. Dies teilte Grudas Klub RB Leipzig am Montag mit. Der 22-Jährige erlitt die Verletzung am Sonntag beim 0:2 in der Fußball-Bundesliga bei Bayer Leverkusen. Er war für den "zweiten" Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp eingeplant und hätte am Sonntag nach Herzogenaurach reisen sollen.

Finale als Ziel? Gwinn hat "Lust auf mehr"

Führungsspielerin Giulia Gwinn hat die großen Ambitionen des FC Bayern in der Champions League vor dem Auftakt der Ligaphase unterstrichen. Dass die Münchnerinnen in der Vorsaison erst im Halbfinale am FC Barcelona gescheitert waren, mache "nur Hunger auf mehr, nur Lust auf mehr", sagte die DFB-Kapitänin am Montag: "Wir haben einfach gespürt in unserer Mannschaft, dass wir bereit sind, noch weiter gehen zu können. Und das ist auch das Ziel für diese Saison."

Textgröße ändern: