Deutsche Tageszeitung - Gewalt in Mexiko: FIFA-Chef Infantino "sehr ruhig"

Gewalt in Mexiko: FIFA-Chef Infantino "sehr ruhig"


Gewalt in Mexiko: FIFA-Chef Infantino "sehr ruhig"
Gewalt in Mexiko: FIFA-Chef Infantino "sehr ruhig" / Foto: © SID

Trotz der Eskalation der Gewalt in Mexiko mit bisher mindestens 73 Toten erwartet der Fußball-Weltverband FIFA rund 100 Tage vor dem Beginn der WM (11. Juni bis 19. Juli) eine Normalisierung der Lage im Land des Co-Gastgebers. "Ich bin sehr ruhig", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino am späten Dienstagabend der französischen Nachrichtenagentur AFP im kolumbianischen Barranquilla: "Alles läuft sehr gut, alles wird fantastisch sein."

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Im vorherigen Tagesverlauf hatte seine Organisation bereits Gelassenheit demonstriert. "Bei der FIFA in Mexiko beobachten wir die Lage in Jalisco sehr genau und stehen in ständigem Austausch mit den Behörden", teilte der Verband mit Blick auf den besonders betroffenen Bundesstaat mit dem WM-Spielort Guadalajara mit.

"Wir werden den Maßnahmen und Anweisungen der verschiedenen Regierungsstellen weiterhin folgen, die darauf abzielen, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und die Normalität wiederherzustellen - und wir bekräftigen unsere enge Zusammenarbeit mit den Behörden auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene", ließ die FIFA weiter wissen.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum versicherte ausdrücklich, dass für die Fans "keinerlei Risiko" bestehen würde und "alle Sicherheitsvorkehrungen" getroffen würden. Es seien bereits alle Straßensperrungen aufgehoben worden, sagte die 63-Jährige bei einer Pressekonferenz.

Die Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes durch die Armee hat in weiten Teilen Mexikos eine Welle der Gewalt ausgelöst. Mittlerweile hat die Regierung 10.000 Soldaten entsandt, um der Lage Herr zu werden. In Mexiko sollen 13 WM-Partien stattfinden, vier davon in Guadalajara. Zudem wollen mehrere Teams ihr Quartier in Mexiko aufschlagen.

(B.Izyumov--DTZ)

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