Deutsche Tageszeitung - "Unmoralische" Zahlungen: Auch Rummenigge kritisiert Berater

"Unmoralische" Zahlungen: Auch Rummenigge kritisiert Berater


"Unmoralische" Zahlungen: Auch Rummenigge kritisiert Berater
"Unmoralische" Zahlungen: Auch Rummenigge kritisiert Berater / Foto: © POOL/SID

Nach Uli Hoeneß und Matthias Sammer hat sich auch Karl-Heinz Rummenigge dafür ausgesprochen, die Macht der Spielerberater zu begrenzen. "Wir brauchen Reformen, weil es kann so in diesem Maße, wie wir die Entwicklung jetzt auch finanzieller Natur sehen, nicht weitergehen", sagte der frühere Vorstandsboss des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München in einem Interview mit dem Weltverband FIFA: "Wir gelangen immer mehr in Abhängigkeiten von Beratern, die einen Einfluss auf Spieler nehmen, der ungeheuerlich ist mittlerweile. Wir haben bei Transferausgaben mittlerweile Zahlungen an Berater, die sind, ich würde mal sagen, unmoralisch."

Textgröße ändern:

Der 70-Jährige moniert ein "Rattenrennen": "Und die Klubs sind offensichtlich alle bereit, alles zu tun, damit sie am Ende des Tages die Spieler bekommen, die von ihnen verlangt werden oder mit denen man glaubt, qualitativ und erfolgreichen Fußball zu spielen. Aber wir müssen Lösungen finden."

Ähnlich kritisch sieht Rummenigge die Gehaltsentwicklung bei den Profis. "Wir kommen in immer höhere Sphären rein, die kein Mensch draußen mehr versteht", sagte der frühere Nationalspieler: "Das ist den Leuten irgendwann nicht mehr vermittelbar. Wir müssen ein bisschen aufpassen im Fußball, dass wir die Schraube da nicht überdrehen."

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Eiskunstlauf-WM: Malinin auf Goldkurs, Gartung im Kür-Finale

Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin hat knapp sechs Wochen nach seinem Olympia-Debakel ein eindrucksvolles Comeback auf der Wettkampfbühne gegeben. Bei der WM in Prag zeigte der 21-jährige US-Amerikaner ein leicht verändertes und fehlerfreies Kurzprogramm und legte so den Grundstein für den dritten Titelgewinn nach 2024 und 2025.

IOC kehrt ab Olympia 2028 zu Geschlechtstests zurück

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) führt zur Klärung der Startberechtigung in Frauenwettbewerben genetische Geschlechtstests ein. Wie das IOC am Donnerstag mitteilte, gilt die neue Regelung ab den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles und umfasst sowohl Einzel- als auch Teamsportarten.

Musiala trainiert individuell beim FC Bayern

WM-Hoffnungsträger Jamal Musiala ist nach seiner kurzen Zwangspause wieder ins Training bei Bayern München eingestiegen. Der 23-Jährige habe "erstmals nach einer Schmerzreaktion am im Sommer verletzten, linken Sprunggelenk" wieder auf dem Rasen trainiert, teilte der Fußball-Rekordmeister am Donnerstag mit. Musiala, der wegen der körperlichen Beschwerden von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die ersten Länderspiele des WM-Jahres nominiert worden war, habe "am Vormittag eine individuelle Einheit mit Ball auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße" absolviert.

Beben bei Audi: Hülkenberg erfuhr es von seiner Mutter

Als erste Gerüchte über das Audi-Beben auftauchten, war auch Nico Hülkenberg schnell informiert. Und konnte sich dabei auf seine Mutter verlassen. "Ich saß im Simulator an dem Tag", erzählte Hülkenberg über die vergangene Woche, als der plötzliche Abschied von Teamchef Jonathan Wheatley bekannt wurde. "Zwischen zwei Fahrten habe ich auf das Handy geschaut - und meine Mutter hatte mir einen News-Artikel geschickt", sagte der Deutsche lachend.

Textgröße ändern: