Deutsche Tageszeitung - In Überzahl: BVB vergrößert Kölns Abstiegsängste

In Überzahl: BVB vergrößert Kölns Abstiegsängste


In Überzahl: BVB vergrößert Kölns Abstiegsängste
In Überzahl: BVB vergrößert Kölns Abstiegsängste / Foto: © SID

Borussia Dortmund hat den befürchteten Spannungsabfall vermieden und die Abstiegssorgen des 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga vergrößert. Nach den jüngst verspielten Titelchancen in Champions League und Meisterschaft siegte das Team von Trainer Niko Kovac in Überzahl 2:1 (1:0) und festigte den zweiten Tabellenrang. Auf Platz fünf hat der BVB weiterhin acht Punkte Vorsprung.

Textgröße ändern:

Nach zuletzt drei Pflichtspielen ohne Sieg schossen Serhou Guirassy (16.) und Nationalspieler Maximilian Beier (60.) Dortmund zum Auswärtserfolg. Dabei half auch ein Platzverweis für FC-Verteidiger Jahmai Simpson-Pusey (45.+2). Der Anschlusstreffer von Jakub Kaminski (88.) sorgte noch einmal für Spannung.

Köln wiederum blieb auch im fünften Spiel in Serie sieglos und gerät immer tiefer in den Abstiegsstrudel. In den nächsten beiden Ligaspielen trifft der Aufsteiger auf die direkten Konkurrenten Hamburger SV (14. März) und Borussia Mönchengladbach (21. März). Der Druck auf Trainer Lukas Kwasniok steigt.

Trotz der brisanten Situation im Tabellenkeller war der 44-Jährige vor Anpfiff optimistisch. Das Team sei "zu gut", um das Ziel Klassenerhalt nicht zu erreichen, sagte er. Kovac warnte vor Köln und versuchte nach dem Königsklassen-Aus bei Atalanta Bergamo (1:4) und der bitteren Klassiker-Pleite gegen Bayern München (2:3) den Fokus zu schärfen.

In der defensiven Dreierkette begann Ramy Bensebaini für Emre Can, der einen Kreuzbandriss erlitten hatte. Vorne erhielt Guirassy den Vorzug vor Fabio Silva. "Einen Spannungsabfall darf es eh nie geben, aber schon gar nicht jetzt, wo noch gar nichts entschieden ist", sagte Kovac bei Sky.

Zu sehen war davon zunächst wenig. Stattdessen begann Köln mutig und erspielte sich erste Chancen. BVB-Keeper Gregor Kobel war früh gefordert (1./5.). Dem Favoriten half ein Standard: Nach einer Ecke stand Guirassy richtig und grätschte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor.

Danach wurde Dortmund souveräner und hielt auch Shootingstar Said El Mala unter Kontrolle, der - wie jüngst von Bundestrainer Julian Nagelsmann gefordert - von Beginn an auflief. Es folgte ein zerfahrenes Spiel zwischen den Strafräumen. Einen wuchtigen Abschluss von Guirassy parierte FC-Keeper Marvin Schwäbe (40.). Als Simpson-Pusey dem umtriebigen Beier von hinten auf die Achillessehne stieg, zückte Schiedsrichter Daniel Siebert nach VAR-Eingriff die Rote Karte.

Doch Köln gab sich nicht auf. Jakub Kaminski und Startelf-Debütant Youssoupha Niang verpassten den Ausgleich (56.). Nur wenig später machte es Beier auf der anderen Seite besser. Einen Foulelfmeter gegen Köln nahm Siebert nach erneuter VAR-Intervention zurück. Cenk Özkacar hatte den eingewechselten BVB-Stürmer Silva am Fuß getroffen, zuvor aber auch den Ball gespielt (69.). Kaminskis Treffer leitete eine spannende Schlussphase ein.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Nach 21 Jahren beim SC: "Chicco" Höfler hört auf

Nach insgesamt 21 Jahren im Verein beendet Nicolas Höfler in einer Woche seine aktive Karriere im Dress des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg. Das gab der 36-Jährige am Mittwoch in einem Klubvideo bekannt. Höfler absolvierte bisher 320 Spiele (elf Tore) für die SC-Profis. Unter Ex-Trainer Christian Streich gehörte der Mittelfeldspieler über Jahre zu den Leistungsträgern, Streichs Nachfolger Julian Schuster setzte seinen früheren Teamkollegen zuletzt nur noch selten ein.

FC Bayern: Neuer vor Verlängerung

Manuel Neuer steht offenbar kurz vor der Verlängerung seines Vertrages beim FC Bayern. Wie unter anderem Sky und Bild berichten, wird der 40 Jahre alte Mannschaftskapitän des deutschen Rekordmeisters wie bereits erwartet eine Vereinbarung bis zum Ende der kommenden Saison unterschreiben. Seine Bezüge sollen angeblich auf rund 20 Millionen Euro reduziert werden.

Kreis spürt keinen besonderen Druck: "Teil des Geschäfts"

Nach dem Vorrunden-Aus vor einem Jahr und der Olympia-Enttäuschung von Mailand steht Eishockey-Bundestrainer Harold Kreis bei seiner vierten WM unter Druck.

"Schlicht falsch": Krösche ärgert WM-Ausbootung Larssons

Sportvorstand Markus Krösche vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt hat kein Verständnis für die WM-Ausbootung seines schwedischen Mittelfeldspielers Hugo Larsson. "Diese Entscheidung ist sportlich schlicht nicht zu erklären. Hugo hat sich in den vergangenen Jahren auf höchstem Niveau entwickelt, konstant Leistung gebracht und zählt zu den absoluten Schlüsselspielern unserer Mannschaft", sagte Krösche.

Textgröße ändern: