Deutsche Tageszeitung - Para-Langlauf: Marburger und Kazmaier holen Silber im Sprint

Para-Langlauf: Marburger und Kazmaier holen Silber im Sprint


Para-Langlauf: Marburger und Kazmaier holen Silber im Sprint
Para-Langlauf: Marburger und Kazmaier holen Silber im Sprint / Foto: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/SID

Langläufer Sebastian Marburger hat sich bei den Paralympischen Winterspielen einen Traum erfüllt. Der 28-Jährige holte im Klassik-Sprint der stehenden Klasse Silber. Für Marburger, der angeschlagen ins Rennen gegangen war, war es bei seiner Paralympics-Premiere die erste Medaille. Zudem sorgte in der Klasse der Sehbehinderten Linn Kazmaier ebenfalls für Silber. Leonie Walter, die eigentlich Zweite geworden war, wurde kurz nach dem Rennen nach einem Technik-Verstoß auf Rang vier zurückgesetzt.

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Marburger, der für den SK Wunderthausen startet, musste sich in Tesero bei frühlingshaften Bedingungen nur Raman Swirydsenka aus Belarus um 2,7 Sekunden geschlagen geben. Benjamin Daviet aus Frankreich wurde Dritter. Marburger war in den Tagen vor dem Rennen wegen eines Infekts der oberen Atemwege stark beeinträchtigt gewesen.

"Ich bin einfach mega happy. Ich habe nicht geglaubt, dass es so gut aufgeht. Es war schon sehr grenzwertig. Deswegen überlege ich, ob das sinnvoll ist, morgen an den Start zu gehen. Ich muss erst mal schauen, wie das Rennen angeschlagen hat", sagte Marburger mit Blick auf die 10 Kilometer am Mittwoch.

Kazmaier fuhr zusammen mit Guide Florian Baumann auf Rang zwei. Die 19-Jährige profitierte von der Strafe gegen ihre Teamkollegin Walter, die in Tesero schon Bronze im Biathlon geholt hatte. Toptalent Kazmaier ("Das ist mega") gewann damit ihre insgesamt sechste Para-Medaille. Gold ging an die Russin Anastasija Bagijan. Die Chinesin Jihong Cong rückte auf Rang drei.

Kathrin Marchand verpasste bei ihrer Winter-Premiere dagegen hauchdünn das Podium. Die 35-Jährige, die als Ruderin bereits zweimal bei Olympischen Spielen und einmal bei den Sommer-Paralympics am Start gewesen war, lief im Klassik-Sprint beim Sieg der Norwegerin Vilde Nilsen mit nur 1,9 Sekunden Rückstand auf einen beachtlichen vierten Rang. Marchand hatte vor fünf Jahren einen Schlaganfall erlitten.

In der sitzenden Klasse wurde zudem Andrea Eskau (54), die bereits an ihren neunten Paralympics teilnimmt, Vierte. Anja Wicker, schon mit Silber und Bronze im Biathlon dekoriert, wurde Sechste. Die überragende Amerikanerin Oksana Masters holte sich ihren elften Paralympics-Sieg.

(N.Loginovsky--DTZ)

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