Deutsche Tageszeitung - Ein starkes Signal des FC Bayern: "Besser geht's fast nicht"

Ein starkes Signal des FC Bayern: "Besser geht's fast nicht"


Ein starkes Signal des FC Bayern: "Besser geht's fast nicht"
Ein starkes Signal des FC Bayern: "Besser geht's fast nicht" / Foto: © SID

Es war Vincent Kompany anzusehen, dass er sehr zufrieden war. Und ja, sagte er mit einem Lächeln, das sei ja wohl "selbstverständlich". Und wie hätte es auch anders sein können nach einem Abend wie im Rausch. 6:1 (3:0) bei Atalanta Bergamo, wo Dortmund neulich 1:4 verloren hatte, "das war die Leistung, die wir uns gewünscht haben, wir hätten sogar noch ein, zwei Tore mehr schießen können", sagte der Trainer des FC Bayern bei Prime Video - ohne dabei überheblich zu klingen.

Textgröße ändern:

Kompany ließ sich seine gute Laune nicht mal durch ein paar schlechte Nachrichten verderben. Die nach der Pause eingewechselten Alphonso Davies und Jamal Musiala mussten vor Spielende wieder vom Feld, in der Schlussminute dann auch der erkennbar benommene Torhüter Jonas Urbig, der Trainer aber betonte: "Wir dürfen uns nicht das Momentum wegnehmen lassen. Es ist schade, aber ich habe den Jungs gesagt, ich habe Vertrauen in den ganzen Kader."

Im Rückspiel am Mittwoch kommender Woche werden auf jeden Fall Joshua Kimmich und der überragende zweifache Torschütze Michael Olise (21., 64) ersetzt werden müssen - beide holten sich wegen Spielverzögerung ihre dritte Gelbe Karte ab und sind damit gesperrt. Im Viertelfinale, für das die Münchner nach ihrem imposanten Sieg planen dürfen, wartet Real Madrid oder Manchester City, Kimmich und Olise wären dann wieder dabei. Es sei denn, die UEFA verlängert wegen möglicher Absicht die Sperre, wie sie es in einem ähnlichen Fall schon mal bei Sergio Ramos gemacht hatte.

Sportvorstand Max Eberl wollte sich freilich nicht mit Was-wäre-wenn aufhalten. Lieber sprach er über einen "sehr bemerkenswerten" Sieg. "Du hast von der ersten Minute an gemerkt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben sie erdrückt, wir haben ihnen keine Luft zum Atmen gelassen", sagte er und betonte: "Wir haben sehr, sehr viel richtig gemacht. Die Mannschaft hatte Lust bis zum Ende. Eine sehr bemerkenswerte Leistung."

Auch die Spieler konnten nicht umhin, sich zu loben für ein Spiel, das den FC Bayern zu einem Favoriten auf den Gewinn der Krone im europäischen Vereinsfußball macht. "Besser geht's fast nicht", sagte Nationalspieler Aleksandar Pavlovic. Auch er aber dachte zunächst an Davies, Musiala und Urbig. "Das tut uns weh, das sind sehr wichtige Spieler für uns, hoffen wir, dass sie so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen."

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

"So schnell wie möglich": Wunderläufer Sawe startet in Berlin

Wunderläufer Sabastian Sawe (31) wird nach seinem spektakulären Weltrekord in diesem Jahr auch wieder beim Marathon in Berlin (27. September) starten. Er freue sich "sehr", nach Berlin "zurückzukehren und meinen Titel zu verteidigen", sagte Sawe, der 2025 das Rennen mit dem Ziel am Brandenburger Tor gewonnen hatte, bei RTL/ntv. Ende April hatte der Kenianer Sport-Geschichte geschrieben: In London war Sawe als erster Mensch die klassischen 42,195 km unter regulären Bedingungen in weniger als zwei Stunden (1:59:30) gelaufen.

Meisterschaft vertagt: Irres Eigentor schockt Ronaldo

Cristiano Ronaldo saß entgeistert auf der Bank und schüttelte fassungslos den Kopf: Der Superstar muss wegen eines kuriosen Eigentors in der Nachspielzeit weiter auf seinen ersten Meistertitel in Saudi-Arabien warten.

Zverev nach Rom-Aus: Pause vor Paris "vielleicht ein Segen"

Alexander Zverev sah das Positive. Nach seiner bitteren Niederlage in Rom sei die gewonnene Zeit vor dem Sandplatz-Highlight in Paris "in dieser schwierigen Phase für mich vielleicht ja ein kleiner Segen", sagte Zverev nach seinem Achtelfinal-Aus gegen den Italiener Luciano Darderi: "Ich kann mich ausruhen und 100 Prozent fit werden für die French Open." Das Grand-Slam-Turnier beginnt am 24. Mai.

Bierhoff rät DFB bei WM zu Zurückhaltung - und übt Kritik

Oliver Bierhoff empfiehlt dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) angesichts der politischen Debatten um US-Präsident Donald Trump eine Art Abschottungskurs für die WM im Sommer. "Die Spieler müssen geschützt werden. Sie dürfen sich nicht treiben lassen. Man sollte ihnen sagen: Lasst die Medien meckern und konzentriert euch auf den Sport", sagte Bierhoff dem Magazin stern. Der DFB sollte sich bei dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada einmal positionieren und dann deutlich machen: "Lasst die Mannschaft in Ruhe! Tragt eure Moraldebatten gerne aus, aber nicht auf dem Rücken der Spieler."

Textgröße ändern: