Deutsche Tageszeitung - Kellermann wechselt zu BVB-Frauen

Kellermann wechselt zu BVB-Frauen


Kellermann wechselt zu BVB-Frauen
Kellermann wechselt zu BVB-Frauen / Foto: © IMAGO/Fotostand/SID

Erfolgsmanager Ralf Kellermann nimmt nach seiner Zeit beim VfL Wolfsburg eine neue Aufgabe bei Borussia Dortmund an. Der scheidende Sportdirektor wird im Sommer in gleicher Position bei den aufstrebenden BVB-Frauen einsteigen, er unterschrieb einen Vertrag bis 2029.

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"Mit Ralf Kellermann gewinnen wir einen absoluten Fachmann für uns, der den Frauenfußball bei Borussia Dortmund mit seiner Expertise und seiner Erfahrung auf ein neues Level heben wird", sagte Geschäftsführer Carsten Cramer. "Ralf zählt zu den Besten und hat das über viele Jahre bereits in verschiedenen Positionen bewiesen. Seine Verpflichtung ist ein klares Zeichen, dass wir auch im Frauenfußball maximal ambitioniert in die Zukunft blicken."

In Dortmund wird Kellermann ein Projekt im Aufbau betreuen. Der BVB hatte seine Frauenabteilung erst 2021 gegründet, die Mannschaft spielt derzeit noch in der drittklassigen Regionalliga West. Der Klub verfolgt den Plan, in die Bundesliga vorzustoßen. Zuletzt hatte die langjährige Nationalspielerin Alexandra Popp öffentlich mit dem Gedanken gespielt, aus Wolfsburg zum BVB zu wechseln.

Kellermann hatte seinen Abschied aus Wolfsburg bereits im Februar angekündigt. Er werde den Klub zum Saisonende verlassen, um "noch einmal eine neue Herausforderung annehmen zu wollen", hatte der 57-Jährige damals gesagt.

Kellermann hat den VfL über viele Jahre geprägt. Der gebürtige Duisburger kam 2008 zunächst als Trainer nach Wolfsburg und wechselte später in die Rolle des Sportlichen Leiters. In dieser Zeit entwickelte sich der Klub zu einer internationalen Topmannschaft und gewann insgesamt 20 Titel.

Höhepunkt war der Gewinn des Triples aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League im Jahr 2013 mit Kellermann als Trainer. Zuletzt ließ der Erfolg der Wolfsburgerinnen allerdings nach, seit 2023 ging die Meisterschaft stets an den FC Bayern.

(M.Dorokhin--DTZ)

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