Deutsche Tageszeitung - Kahn stichelt gegen Hoeneß und Rummenigge

Kahn stichelt gegen Hoeneß und Rummenigge


Kahn stichelt gegen Hoeneß und Rummenigge
Kahn stichelt gegen Hoeneß und Rummenigge / Foto: © SID

Der frühere Vorstandschef Oliver Kahn hat den "ewigen" Klub-Granden des FC Bayern vorgeworfen, den versprochenen Umbruch in der Führungsetage des deutschen Fußball-Rekordmeisters zu verschleppen. "Man hört dann: 'Wir werden uns irgendwann zurückziehen, wenn die richtigen Leute gefunden sind.'", sagte Kahn in Richtung von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge und ergänzte süffisant: "Das Ganze zieht sich jetzt viele, viele Jahre hin. Und gefunden hat man ja jetzt scheinbar immer noch niemanden." Die Machtübergabe, sagte Kahn in der Sendung "Triple – der Hagedorn-Fußballtalk" bei Sky weiter, gehe "immer noch im Schneckentempo" voran.

Textgröße ändern:

Der langjährige Manager und Präsident Hoeneß sitzt wie der frühere Vorstandschef Rummenigge beim FC Bayern noch immer im Aufsichtsrat. Beide hatten mehrfach erklärt, sich erst dann vollständig zurückziehen zu wollen, wenn ihr Herzensklub strukturell, finanziell und sportlich optimal aufgestellt sei. Kritik, wonach er und Rummenigge sich weiterhin (zu) stark einmischten, wies Hoeneß wiederholt zurück.

Sportlich sieht Kahn "seine" Münchner bestens aufgestellt. "Ich habe den FC Bayern selten so stark gesehen, wie sie im Moment auftreten, nicht nur in der Bundesliga, auch international. Die Mannschaft spielt fast schon wie ein Uhrwerk", sagte er.

"Du kannst im Grunde spielen lassen, wen du willst – und die Qualität fällt kaum oder teilweise gar nicht ab", ergänzte Kahn und meinte: "Ich würde jetzt nicht so weit gehen und sagen, der FC Bayern wird easy Champions-League-Sieger, so ist es nicht. Aber im Moment ist es für mich die beste Mannschaft in Europa, wie sie Fußball spielt."

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Meisterschaft vertagt: Irres Eigentor schockt Ronaldo

Cristiano Ronaldo saß entgeistert auf der Bank und schüttelte fassungslos den Kopf: Der Superstar muss wegen eines kuriosen Eigentors in der Nachspielzeit weiter auf seinen ersten Meistertitel in Saudi-Arabien warten.

Zverev nach Rom-Aus: Pause vor Paris "vielleicht ein Segen"

Alexander Zverev sah das Positive. Nach seiner bitteren Niederlage in Rom sei die gewonnene Zeit vor dem Sandplatz-Highlight in Paris "in dieser schwierigen Phase für mich vielleicht ja ein kleiner Segen", sagte Zverev nach seinem Achtelfinal-Aus gegen den Italiener Luciano Darderi: "Ich kann mich ausruhen und 100 Prozent fit werden für die French Open." Das Grand-Slam-Turnier beginnt am 24. Mai.

Bierhoff rät DFB bei WM zu Zurückhaltung - und übt Kritik

Oliver Bierhoff empfiehlt dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) angesichts der politischen Debatten um US-Präsident Donald Trump eine Art Abschottungskurs für die WM im Sommer. "Die Spieler müssen geschützt werden. Sie dürfen sich nicht treiben lassen. Man sollte ihnen sagen: Lasst die Medien meckern und konzentriert euch auf den Sport", sagte Bierhoff dem Magazin stern. Der DFB sollte sich bei dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada einmal positionieren und dann deutlich machen: "Lasst die Mannschaft in Ruhe! Tragt eure Moraldebatten gerne aus, aber nicht auf dem Rücken der Spieler."

Eckerts Southampton darf von Premier League träumen

Der englische Fußball-Traditionsklub FC Southampton mit dem deutschen Trainer Tonda Eckert darf weiter vom Jackpot und der direkten Rückkehr in die Premier League träumen. Die Saints zogen mit dem 2:1 (1:1) n.V. gegen den FC Middlesbrough im Halbfinal-Rückspiel der Playoffs ins millionenschwere Aufstiegs-Endspiel ein. Gegner dort ist am 23. Mai im Londoner Wembley-Stadion Hull City.

Textgröße ändern: