Deutsche Tageszeitung - Olympia-Bewerbung: Hamburg selbstbewusst vor heißer Phase

Olympia-Bewerbung: Hamburg selbstbewusst vor heißer Phase


Olympia-Bewerbung: Hamburg selbstbewusst vor heißer Phase
Olympia-Bewerbung: Hamburg selbstbewusst vor heißer Phase / Foto: © IMAGO/SID

Hamburg geht äußerst optimistisch in die heiße Phase um das Rennen um Deutschlands Austragungsort für die Bewerbung um Olympische Spiele. "Es gibt in ganz Deutschland - das will ich in aller hanseatischer Bescheidenheit herausstellen - keinen besseren Ort, um die olympische Idee im 21. Jahrhundert aufleben zu lassen", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher am Dienstag bei der Vorstellung des aktualisierten Konzepts der Hansestadt.

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Hamburg setzt in seinen Plänen auf ein "Olympia der kurzen Wege" sowie auf das Thema Nachhaltigkeit, wie Tschentscher betonte. Bestehende Sportanlagen sollen genutzt oder nur temporär gebaut werden. "Der DOSB erwartet, dass man möglichst keine neuen Sportanlagen baut", sagte Tschentscher: "Wir haben nicht die Stadt den Olympischen Spielen anzupassen, sondern wir passen die Spiele so an, dass sie hervorragend in unsere Stadt passen."

Zudem hofft die Stadt auf einen "nationalen Rückenwind für große Infrastrukturprojekte", wenn der Deutsche Olympische Sportbund Hamburg den Zuschlag geben sollte: "Olympia gibt uns den Schub, den wir brauchen."

Hamburg bewirbt sich neben München, Berlin und Köln/Rhein-Ruhr um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Von den vier deutschen Interessenten hat bislang nur München ein Referendum durchgeführt, das mit einer Zustimmung von 66,4 Prozent erfolgreich war. Hamburg lässt seine Bürgerinnen und Bürger am 31. Mai über die Pläne abstimmen, die Region Rhein-Ruhr führt am 19. April in den NRW-Kandidatenkommunen eine Befragung durch. Berlin plant derzeit kein Referendum.

Das sei ein Nachteil für die Hauptstadt, glaubt Tschentscher, ebenso der "dezentrale Ansatz" der Region Rhein-Ruhr. Und deswegen sei eigentlich nur München "wirklich eine Alternative" zu Hamburg, sagte der SPD-Politiker, der erwartet, dass das Rennen wahrscheinlich "zwischen München und Hamburg ausgehen" wird.

"Es geht ja auch ein bisschen um die Frage der Ehre", sagte Tschentscher, im Gegensatz zu Hamburg hat München 1972 bereits Olympische Spiele ausgerichtet: "Aber Olympia ist halt mehr als Lederhose und Weißwurst. Wir wollen einen anderen Spirit reinbringen in die olympische Idee."

Der Deutsche Olympische Sportbund will am 26. September 2026 in Baden-Baden über eine deutsche Bewerbung entscheiden.

(W.Budayev--DTZ)

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