Deutsche Tageszeitung - Sturz- und Protest-Chaos: Kanter Dritter bei Ronde van Brugge

Sturz- und Protest-Chaos: Kanter Dritter bei Ronde van Brugge


Sturz- und Protest-Chaos: Kanter Dritter bei Ronde van Brugge
Sturz- und Protest-Chaos: Kanter Dritter bei Ronde van Brugge / Foto: © Belga/SID

Der deutsche Sprinter Max Kanter hat beim von mehreren Stürzen und einer gefährlichen Protestaktion überschatteten Eintagesrennen Ronde van Brugge (Brügge-Rundfahrt) einen Überraschungssieg knapp verpasst. In einem chaotischen Finale musste sich der 28-Jährige vom Team XDS Astana im Massensprint als Dritter nur den Topstars Dylan Groenewegen (Jayco AlUla/Niederlande) und Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech/Belgien) geschlagen geben.

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Aufgrund starker Winde und Regens kam es zu zahlreichen Stürzen. Der deutsche Topsprinter Phil Bauhaus erreichte wie viele weitere Fahrer nicht das Ziel. Zudem griff rund 15 km vor dem Ziel ein protestierender Zuschauer auf gefährliche Weise ins Rennen ein.

Der Mann, der ein T-Shirt mit der Aufschrift "Kinder sterben durch die Klimakrise" trug, blockierte unmittelbar vor Ankunft der Fahrer die Straße und bewegte sich zu spät aus der Gefahrenzone. Er sorgte so wohl für den Sturz des kolumbianischen Vorjahressiegers Sebastián Molano (UAE Emirates-XRG).

Die Organisatoren des Eintagesrennens, in den vergangenen Jahren unter dem Namen Brügge-De Panne ausgetragen, hatten vor der diesjährigen 50. Austragung eine wesentliche Änderung beschlossen. Nach zahlreichen teils heftigen Stürzen in der jüngeren Vergangenheit wurde die Zielankunft vom verwinkelten Küstenstädtchen De Panne an den Startort Brügge verlegt. Auch der Name wurde entsprechend angepasst. Der Plan ging allerdings nicht auf.

Die neue Strecke führte die Fahrer über 202,9 weitgehend flache Kilometer, die aber teils auf Kopfsteinpflaster absolviert werden mussten. Neben Kanter präsentierte sich auch Max Walscheid in starker Verfassung, konnte sich in der Schlussphase aber nur kurz von der Spitzengruppe absetzen und verpasste letztlich eine Platzierung in den Top Ten. Für Groenewegen war es der dritte Sieg in Folge.

(A.Nikiforov--DTZ)

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